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Schifffahrtsmuseum : Zeugnis maritimer Leidenschaft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Thomas Lehfeldt eröffnet in Blomesche Wildnis sein Schifffahrtsmuseum „Schuppen 91“. Zu sehen sind Fotos, Miniaturbauten und vieles mehr.

Im Land zwischen den Meeren gibt es unzählige Liebhaber maritimer Exponate. Und so dürfte auch das kleine Schifffahrtsmuseum in der Blomeschen Wildnis viele Freunde finden. Thomas Lehfeldt hat im „Schuppen 91“ im Sperforkenweg 14 so ziemlich alles zusammengetragen, was die Seefahrt so faszinierend macht. Wobei der thematische Schwerpunkt auf der Epoche zwischen den 50er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts liegt, als die Frachtschifffahrt noch weitgehend ohne Container auskam.

Die Idee, ein maritimes Museum einzurichten, kam auf, als Lehfeldt Reedereien anschrieb und um Tischflaggen der jeweiligen Unternehmen bat. Die Antworten ließen nicht lange auf sich warten, und schnell enstanden immer neue Kontakte. Das Gros der Exponate, die im „Schuppen 91“ zu sehen sind, stammt allerdings von Familienangehörigen. „Mein Vater und mein Onkel sind zur See gefahren, und ich habe Schiffsbauer gelernt“, verrät Lehfeldt, der inzwischen bei Butzkies als Stahlbauer arbeitet.

Die Seefahrt ist sein Hobby geblieben, und schon ein kurzer Gang durch das Museum reicht aus, um erahnen zu können, mit wie viel Herzblut Lehfeldt seiner Leidenschaft nachgeht. Neben unzähligen Fotos und Urkunden gibt es Informationen über die Äquator-Taufe, das Blaue Band und die Suez-Krise. Optische Hingucker sind die Miniaturmodelle, die Lehfeldt in seiner Freizeit gebastelt hat. Am Nachbau eines Hafens saß er gute zwei Jahre. Gleich ins Auge springt auch ein Schnittmodell eines Stückgutfrachters im Maßstab 1:10.

Den Mittelpunkt der Ausstellung bildet eine Brücke im Originalmaßstab samt Funkerstube. „Die meisten Teile hier habe ich von einem Freund bekommen“, sagt Lehfeldt. Das imposante Steuerrad stamme von seinem Onkel. Was man im kleinen Schifffahrtsmuseum am Sperforkenweg nicht findet, sind Kriegsschiffe. „Das ist nicht so mein Ding“, betont Lehfeldt.

Ab September wird sein kleines Museum jedes zweites und viertes Wochenende im Monat von 10 bis 17 Uhr offen stehen. Ab Oktober beginnt dann das Winterhalbjahr, in dem nur nach vorheriger Absprache geöffnet wird. Voraussichtlich ab April 2018 geht es dann im zweiwöchigen Wochenend-Turnus weiter.

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