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TRansport-Gewerbe : Zentrallager für Windkraft-Zubehör

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Spedition Kruse investiert 6 Millionen Euro in neue Hallen in Brunsbüttel und schafft 26 neue Arbeitsplätze in der Schleusenstadt.

von
erstellt am 29.Nov.2014 | 16:18 Uhr

Gute Nachricht für den Industriestandort Brunsbüttel: Die Spedition Kruse investiert kräftig und schaft dabei 26 neue Arbeitsplätze. Friedrich A. Kruse jun. stellte jetzt sein jüngstes Projekt vor.

Bereits seit zwei Jahren arbeitet das Familienunternehmen für die Senvion, ehemals Repower, und verschifft über Brunsbüttel und Bremerhaven Komponenten von Windkraftanlagen. So werden die Rotorblätter in spezielle Transportgestelle verpackt – die zum Teil eine Unternehmenstochter vonKruse herstellt. Jetzt wird die Zusammenarbeit deutlich ausgebaut. Das berichtete Kruse am Donnerstagabend im Ortsbeirat Brunsbüttel-Süd.

Auf einem Gelände an der Schleswiger Straße entstehen zwei große Lagerhallen. Kernstück des Komplexes ist eine 10 000 Quadratmeter große Halle. Die soll bereits Ende März 2015 genutzt werden können – noch wird daran gearbeitet, das Gelände zu planieren und für die zukünftige Nutzung vorzubereiten. Weil Hallenkapazitäten schon früher benötigt werden, entsteht nebenan eine 3000 Quadratmeter große Halle. Die Investition für das Senvion-Lager beziffert Friedrich A. Kruse mit rund 6 Millionen Euro. Nach der Fertigstellung des Bauvorhabens soll dort ein zentrales Lager eingerichtet werden für den weltweiten Bedarf des Windkraftanlagenherstellers. Gewissermaßen von der Schraubenmutter für Turmsegmente bis hin zu speziellen Gerätschaften sollen dann von der Schleswiger Straße aus die Baustellen beliefert werden. Die benötigten Artikel werden dort in Container verladen und zur Verschiffung in die Häfen in Hamburg, Bremerhaven oder Brunsbüttel transportiert. Am Lager werden künftig auch die Transportgestelle für den Schiffstransport von Windkraftanlagen-Komponenten vorgehalten.

Ursprünglich hatte Kruse einen anderen Standort für das zentrale Lager im Visier, direkt am Südkai. Das habe sich jedoch kurzfristig zerschlagen, so der Spediteur. Zugleich werde aber durch den neuen Standort die Verkehrsbelastung auf der Südseite reduziert. Zusätzlicher Verkehr werde nicht entstehen, betonte Kruse im Ortsbeirat. Die Kooperation mit Senvion sei „zukunftweisend für Brunsbüttel“.Und dass im Industriegebiet neue Arbeitsplätze entstehen, ist eher selten. Derzeit beschäftig die Spedition 250 Mitarbeiter.

Gerade erst in diesem Jahr hatte der rührige Unternehmer kräftig investiert. Für 6 Millionen Euro wurde der komplette Hof nach neusten Wasserschutz-Auflagen hergerichtet. Weitere 1,3 Millionen flossen in die Modernisierung des Hochregallagers. Die Toranlage wurde ebenfalls erneuert, Kruse-Laster kommen jetzt jederzeit auf das Gelände, die Tore öffnen sich für sie automatisch. Und auch das Bahngleis wurde modernisiert. Von dort verkehrt nun in Zusammenarbeit mit der Bahntochter DB Schenker BTT GmbH ein täglicher Shuttle-Zug, der Fracht nach Hamburg oder aus der Hansestadt nach Brunsbüttel bringt (wir berichteten). Dieses Konzept, das Kruse kürzlich anderen Speditionen vorstellte, werde inzwischen gut angenommen.

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