Zement-Ewer zu Gast beim Störschipperfest

Besuch bei der weißen 'Moewe' (v. l.): Ingeborg und Dieter Huck sowie  Brigitte Sahm vom Münsterdorfer Arbeitskreis sowie Störschipperfest-Organi sator Uwe Jens Lützen. Foto: I. Schwichtenberg
Besuch bei der weißen "Moewe" (v. l.): Ingeborg und Dieter Huck sowie Brigitte Sahm vom Münsterdorfer Arbeitskreis sowie Störschipperfest-Organi sator Uwe Jens Lützen. Foto: I. Schwichtenberg

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12. Mai 2009, 07:09 Uhr

Itzehoe | Als im Jahre 1907 auf der Itzehoer Werft von Johann Heinrich Fack der Besan-Ewer "Moewe" gebaut wurde, war nicht daran zu denken, dass der Frachtensegler rund 100 Jahre später als liebevoll restauriertes Traditionsschiff den Suder Hafen zum Störschipperfest anlaufen würde. Zunächst sollte der Ewer Zement von Lägerdorf hauptsächlich nach Hamburg transportieren, auf der Rückreise war der Laderaum mit Kohle für Lägerdorf gefüllt. Nach mehreren Eignerwechseln, Umbauten und verschiedenen Nutzungen gelangte die "Moewe" 1997 in das Eigentum des Museumshafens Oevel gönne in Hamburg, wo sie durch den Förderkreis gepflegt wird.

Weil die "Moewe" einer der wenigen noch erhaltenen Ewer mit Lägerdorfer Maß ist, deren Abmessungen sich nach der Passierbarkeit der Münsterdorfer Schleuse und des Breitenburger Moorkanals richteten, hat sich der Orts geschichtliche Arbeitskreis Münsterdorf (OAM) an beiden Tagen des Störschipperfestes die zehn Gästeplätze auf dem Frachtensegler reservieren lassen. Vorweg besuchten OAM-Mitglieder gemeinsam mit dem Organisator des Störschipper festes, Uwe Jens Lützen, die "Moewe" in ihrem Heimathafen. Björn Nicolaisen, Vereinsgeschäftsführer des Museumshafens, informierte sie über die aufwändigen Restaurierungsarbeiten. Gern nähmen die Oevelgönner Museumsschipper mit ihren historischen Schiffen beim Störschipperfest teil - die "Moewe" bekam noch einen neuen weißen Anstrich.

26 gaffelgeriggte Museums- und Traditionssegelschiffe, hauptsächlich aus dem Unterelberaum, kommen Sonnabend und Sonntag, 16. und 17. Mai, in den Suder Hafen. "So viele waren noch nie da", sagt Stadtmanager Wolfgang Helms.

Am Sonnabend gibt es von 11 bis 23 Uhr, am Sonntag von 8 bis 18 Uhr ein großes Programm. An beiden Tagen besteht zudem die Möglichkeit, auf den Schiffen mitzufahren: Sonnabendmittag von Wewelsfleth die Stör aufwärts, Sonntagmittag Stör abwärts von Itzehoe nach Wewelsfleth. Als Zubringer werden Busse ab Hafen Itzehoe beziehungsweise Wewelsfleth eingesetzt. Die Bus/Schiff-Passage kostet pro Person 25 Euro, wovon 20 Euro den Eignern für den Erhalt der Schiffe zugute kommen.

. Anmeldung: 04821/5800.
Freikarten für die Traditionssegler
Unsere Zeitung verlost vier mal zwei Passagen auf den historischen Seglern, und zwar für die Fahrt von Itzehoe nach Wewelsfleth am Sonntag: Abfahrt um 12 Uhr, Ankunft gegen 14 Uhr, um 14.30 Uhr fährt der Bus zurück nach Itzehoe. Wer gewinnen möchte, mailt bis morgen, 15 Uhr, unter dem Stichwort „Störschipper“ an kreisredaktion.itzehoe@shz.de, bitte unter Angabe des Namens, der Adresse und der Telefonnummer. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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