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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 23:15 Uhr

Zeltstadt für 6500 Narren steht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Alemannia Wilster kämpft beim Aufbau erfolgreich gegen widriges Wetter an / 4000 Quadratmeter überdachte Fläche

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2016 | 16:38 Uhr

Bang ging der Blick zuletzt auf das Wetter in Norddeutschland: Seit Tagen Sturm, Regen und Wind. Das beeinträchtigte auch den Aufbau für die am Sonnabend stattfindende Fubma – die Fußballermaskerade des SV Alemannia Wilster (SVA). „Wir sind zwar gut in der Zeit, aber die stürmischen Böen führten dazu, dass wir nicht ganz so arbeiten konnten wie geplant“, schildert der 2. Vorsitzende des Sportvereins, Sebastian Dethlefs. „Wir mussten zwischendurch sogar kurzzeitig aussetzen.“

Auch in diesem Jahr bedeutete der Aufbau nämlich wieder eine logistische Großleistung, die bereits zehn Tage vor dem Event mit dem Zeltaufbau auf dem unbefestigten Teil des Colosseumsplatzes startete. Dort entsteht auf 4000 Quadratmetern überdachter Fläche wieder eine riesige Zeltstadt, die dann von den 6500 Narren mit Leben erfüllt wird. Zum Vergleich: Wilster hat gerade mal 4400 Einwohner.

An das „Colosseum“ sind jetzt insgesamt sieben Zelte angebaut, davon ein Garderoben- und WC-Zelt, vier Party-Zelte für die großen Bühnen, ein Durchgangs- und ein Essenszelt. Angeliefert wurden die Zelte vom Verleiher in einem ständigen Strom von etwa 15 Lkw-Lieferungen, die auf Zugmaschinen und 20-Tonner-Sattelaufliegern verladen waren und mit Kränen hochgezogen wurden.

Erstmals haben Mitglieder vom SVA aus dem Herrenbereich, der Alt-Liga und der Damenmannschaft der SG-Wilstermarsch die 250 Meter lange Zaunanlage aus 200 Einzelelementen auf dem Gelände aufgestellt. Den Zaunaufbau leitete Sebastian Dethlefs selbst. „Das ging mit vereinten Kräften recht schnell“, sagte er. „Wir haben nur zwei Stunden dafür gebraucht.“

Auch die Zelte waren dann trotz zum Teil heftiger Windböen zügig aufgebaut. „Wir haben sie wegen des Windes nur erst einmal komplett verschlossen.“ In den Zelten und im „Colosseum“ wurde dann auch schon mit der Dekoration begonnen: Lange farbige Stoffbahnen haben die Helfer, immer zu zweit auf einem Leiterwagen stehend, unter dem etwa zehn Meter hohen Zeltdach angebracht. Oben auf dem Wagen mühten sich Tjark Bluhm und Dirk Tiedemann, Spieler des SVA, mit der Befestigung der Stoffbahnen, während Mathes Ledtje aus dem Vorstand diesen von einem Befestigungspunkt zum nächsten schob. Montag wurde auch mit der Energieversorgung begonnen, „Wir haben mehrere hundert Meter Kabel und diverse Verteilerkästen installiert“, berichtete Sebastian Dethlefs. Am selben Tag begann auch der Tresenaufbau in den Zelten, jetzt folgten noch die Heizungsanlagen und Toiletten. Am Donnerstag bauen die Helfer den Heiratsmarkt und den „Kussgang“ im „Colosseum“ auf, am Freitag gefolgt von der Ton-, Video- und Lichtanlage in den Zelten. „Außerdem wird dann die Essecke mit den Essbuden bestückt: der Crêpes-, Pizza-, Hot Dog- und der Pommes-Bude.“ Am Sonnabend sind dann nur noch Kleinigkeiten zu erledigen, bevor es dann am Abend um 20 Uhr zum „Einmarsch der Masken“ kommt., dem Auftakt zur großen Faschingsparty. „Sind wir dann so weit gekommen, dann interessiert uns auch das Wetter nicht mehr vordringlich. Dann muss es in den Zelten nur noch warm sein.“

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