zur Navigation springen

Fasching in Wilster : Zeltstadt auf 4000 Quadratmetern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Aufbau für 61. „Fubama“ in Wilster ist fast abgeschlossen. 20 Kilometer Kabel verlegt.

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2015 | 17:35 Uhr

Geschick und handwerkliches Können sind gefragt: An der sechs Meter hohen Zeltdecke muss ein Stahlseil befestigt werden. An einem Baugerüst mit einer Leiter klettert Vereinsmitglied und Student Tjark Bluhm bis unters Dach und montiert das Seil über Kopf. Er ist in den Semesterferien extra nach Wilster zurückgekommen, um beim Aufbau mitzuhelfen. Seit der vergangenen Woche herrscht eine geschäftige Tätigkeit auf dem Festplatz-Gelände am Colosseum. Der Aufbau für die „Fubama“, die Fußballmaskerade des SV Alemannia Wilster (SVA), am Sonnabend gestaltet sich mehr denn als logistische Großleistung. Denn wieder einmal entsteht für die Faschings-Party eine riesige Zeltstadt auf 4000 Quadratmetern überdachter Fläche. Mit dem Aufbau begannen die Firmen deshalb bereits zehn Tage vorher.

An den Veranstaltungssaal Colosseum werden mittlerweile sieben Zelte angebaut, davon ein Garderoben- und WC-Zelt, vier Party-Zelte für die großen Bühnen, ein Durchgangs- und ein Essenszelt. Angeliefert wurden die Materialien von Zeltverleiher Manfred Landsberger aus Dithmarschen mit rund 30 Lkw-Ladungen. „Immerhin war das Wetter ideal für den Aufbau“, freute sich Mitorganisator und SVA-Vereinsmitglied Sebastian Dethlefs. „Es war kalt, aber trocken und deshalb nicht schwierig für uns.“ Teilweise arbeiteten mehr als 40 Leute gleichzeitig auf dem Gelände, insgesamt bauten an die 100 Helfer mit. Die haben Hunderte Tonnen Gewicht bewegt: Stahlträger, Aluminiumstreben, Holzfußböden, Zeltplane und Zubehör wurden abgeladen und zusammen gezimmert. „Wir sind gut im Zeitplan“, freute sich Dethlefs. Zum Aufbau war sogar der NDR mit einem Fernsehteam vor Ort und filmte auch eine Gruppe des SV Alemannia beim Basteln ihrer Kostüme.

Schon am Sonntag standen alle Zelte, die gesamten Außen-Aufbauarbeiten waren gestern komplett abgeschlossen. Das Gelände wurde mit 20 Kilometern Kabel verdrahtet, heute wird zum ersten Mal die Heizung probeweise in Betrieb genommen. „Das größer gewordene WC in einem Toilettenzelt erhält dieses Mal einen separaten Ein- und Ausgang“, erläutert der SVA-Vorsitzende Hendrik Gertz. „Damit haben wir uns jetzt endgültig von den Dixi-Toiletten getrennt.“

Die Tresen im Zelt und im Colosseum werden von der Pächter-Familie Mehrens betrieben, der SVA hat die komplette Dekoration übernommen und mit bis zu 20 Vereinsmitgliedern beide große Zelte ausstaffiert.

Ab morgen erfolgte die Feinjustierung, die Backstage-Bereiche wurden erstellt und mit Licht, Video und Tonaufbauten ausgestattet. „Kleine Restarbeiten in den Zelten erledigen wir noch bis spät am Sonnabend“, so Sebastian Dethlefs.

Beleuchtet werden die Zelte von vielen hundert Scheinwerfern und Lichtern, das Eingangszelt wird ebenso wie ein Teil vom großen Zelt in besonderes Licht getaucht. Die Deko an den Decken zu befestigten, übernimmt der Verein selber. „Das machen wir mit Stoffbahnen, dies haben wir zum ersten Mal im letzten Jahr ausprobiert“, so Gertz. „Das ist sehr gut angekommen.“

Es herrscht Arbeitsteilung: Die Deko im Colosseums-Saal und in den kleinen Zelten wird unterdessen von Christoph Kuhlmann vorgenommen. Dafür pusten er und seine Helfer auch 3000 Luftballons auf – allerdings nicht per Eigenleistung, sondern mit einem Kompressor. Aufpusten, verknoten, hinein hängen: „Das dauert auch noch einmal 20 Stunden, der Kompressor ist von morgens bis Abends im Dauereinsatz“, so Sebastian Dethlefs. Unter der Seniorberatung von „Fubama“-Urgestein Glen Michelchen (81) wird ab heute auch das Standesamt aufgebaut, das nach Michelchens Rückzug im vergangenen Jahr nun von Vereinsmitglied Thomas Duffner mit sieben weiteren Helfern übernommen wurde.

Mit dem bewährten Verkehrskonzept sowie den Shuttlebussen soll allen eine unbeschwerte An- und Abreise geboten werden. Eines konnten die Aufbauer aber jetzt schon sagen: „Der Abbau geht schneller“, so Sebastian Dethlefs. „Der dauert nur zwei Tage. Dienstag ist nichts mehr zu sehen.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen