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Mittelalter-Spektakel : Zeitreise in das 13. Jahrhundert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Tausende Besucher reisten am Wochenende in die Vergangenheit: Beim „Mittelalterlich Phantasie Spectaculum“ auf dem Hungrigen Wolf erlebten sie Gaukler, Handwerker, Händler und Kämpfer.

Am Wochenende wurde das Mittelalter nach Hohenlockstedt zurückgeholt. Auf dem Gelände des Flugplatzes am Hungrigen Wolf fand das „Mittelalterlich Phantasie Spectaculum“ (MPS) statt. Das Programm reichte vom Handwerker- und Händlermarkt über das Lager der Freien Ritter bis hin zum Ritterturnier des Show- und Stunt-Teams. Nachmittags-, Abend- und Nachtkonzerte zahlreicher Bands rundeten das Geschehen ab.

Vor allem die teils höchst aufwendig verkleideten Besucher und Schauleute stachen ins Auge. So waren Marie Fischer und Theresa Behr mit einem australischer Eisvogel und einem „Virginia Uhu“ auf dem Gelände unterwegs, um Werbung für die Show von Falkner Achim Häfner („Lachender Hans“) zu machen, der in vier Vorstellungen von einer dreiviertel Stunde pro Tag seine Therapievögel vorführte. „Die Leute sind sehr interessiert an ihnen und wir erklären, wie man mit ihnen umgeht und sie zu Therapiezwecken einsetzen kann“, erläuterte Marie Fischer.

In einer außergewöhnlichen Verkleidung kamen Patrick Schmidt und Claudia Stranegger aus Oldenburg und St.  Peter Ording zu dem Spektakel: Patrick trug als „Ork“ aus dem Film „Herr der Ringe“ ein schwarzes Zweihandschwert aus Edelstahl, während Claudia als „Holla, die Waldfee“ ein giftgrünes Kostüm mit Blättern und Strauchwerk auf ihrem Gewand drapiert hatte. „Wir sind bei jedem Markt dabei“, sagte Claudia. „Hier ist alles freier, man ist nicht so beschränkt.“

Auch in eine Ganzkörperverkleidung gehüllt lief „Dämonin“ Jana Lucia aus Kiel über das Gelände. Trotz ihres düsteren Kostüms freute sie sich über die freundlichen Besucher. „Alle sind nett und sympathisch. Deshalb bin ich auch bei jedem MPS dabei.“

Neben Gewandungsprämierung, Dudelsack- und Drehleierworkshops begeisterten vor allem die Konzerte der zahlreichen Mittelalterbands die Besucher. Die Auftritte auf drei Bühnen von „Saltatio Mortis”, „Rapalje”, den „Cobblestones” oder „Mr. Hurley & Die Pulveraffen” wurden bis in die Nacht mit farbig-bunten Shows untermalt und fanden zahlreiche begeisterte Besucher.

Zwei der größten Fans der Band „The Dolmen“ hatten sich das Logo gleich auf ihre Tassen drucken lassen. Michael und Wolfgang Schmidt aus Hamburg trugen auch Dreispitz-Hüte, wie sie sonst nur der Sänger der Band verwendet. „Die haben wir extra anfertigen lassen“, erzählte Michael Schmidt. Und so war Veranstalter Gisbert Heller wieder einmal voll des Lobes: „Die Veranstaltung ist immer stärker geworden, das Datum am Tag der deutschen Einheit hat sich bewährt“, freute er sich. Und kündigte schon einmal an: „Im nächsten Jahr richten wir es an drei Tagen aus.“

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erstellt am 05.Okt.2015 | 17:45 Uhr

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