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Optimismus : Zehn Gründe, weshalb Itzehoe lebt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Weltuntergangsstimmung wegen Prokon und Prinovis? Investoren, Unternehmen und Bürger zeigen die andere Seite der Stadt auf.

Itzehoe | Prokon vor der Insolvenz. Prinovis macht dicht. Die Kreisverwaltung in maroden Gebäuden. Zahlreiche Ladengeschäfte verwaist. Die Kasernen längst geschlossen. Und an Sperrmülltagen sieht es an manchen Ecken aus wie in Neapel, als dort die Müllabfuhr streikte. Für Außenstehende mag Itzehoe mitunter ein erschreckendes Bild abgeben. Und mit den immer dramatischer werdenden Nachrichten aus dem Öko-Konzern im Norden der Stadt schaffte es die Steinburger Kreisstadt sogar bis in die Tagesschau. Zur besten Sendezeit. Das ARD-Flaggschiff ist ein Garant für schlechte Nachrichten. Und so mancher Medienvertreter, den die Prokon-Meldungen über die Elbe trieben, schien auch nichts besseres zu berichten haben, als: Itzehoe, eine sterbende Stadt.

Sicher: Prokon kann schlimm werden für Mitarbeiter und Anleger. Natürlich: Die Prinovis-Schließung ist ganz bitter für die Belegschaft und ihre Familien. Auf solche Nachrichten können wir gerne verzichten. Richtig ist auch, dass die Büros für viele Kreishaus-Mitarbeiter eine Zumutung sind. Es gibt auch leerstehende Geschäfte. Und dennoch: Itzehoe ist alles andere als eine sterbende Stadt. Firmenpleiten finden auch an anderen Orten statt. Und wer in anderen Bundesländern durch so manche Stadt in der Größenordnung Itzehoes schlendert, wird erstaunt feststellen, dass es dort erst wirklich schlimm steht.

Allen Hiobsbotschaften zum Trotz darf man den Kopf nicht in den Sand stecken. Und es gibt viele gute Gründe dafür, auch optimistisch in die Zukunft zu schauen. Nehmen wir die Kasernen. Mitten in Itzehoe ist ein von Soldaten geräumtes Areal zu einem blühenden Stadtteil geworden. Und direkt vor den Toren der Stadt entsteht ein attraktives Wohngebiet auf dem Gelände der ehemaligen Fritsch-Kaserne. Und wer ist Investor ? Ein Itzehoer.

Positive Beispiele gibt es überall in der Stadt. Zehn davon sieht man auf dieser Seite in der Bildergalerie. Sogar der Vorsitzende des Unternehmensverbandes Unterelbe-Westküste – ein Itzehoer natürlich – ging schon mit gutem Beispiel voran. Lutz Bitomsky investierte in einen neuen Firmensitz. Die Leerstände in der Innenstadt ? Auch hier gibt es kein Trübsalblasen mehr. Und wer investiert hier? Mit Sven Haltermann ein Itzehoer. Auch im Bildungsbereich marschieren Stadt und Kreis mit Millioneninvestitionen vorneweg. Von wegen also, Itzehoe sei eine sterbende Stadt. Allenfalls ist es eine Stadt im Wandel. Und der will nicht bejammert, sondern gestaltet werden. Es gibt viele Akteure, die hier längst am Ball sind. Ein Beleg dafür ist die jährliche Zukunftskonferenz. Höchst erfolgreich trommeln hier vor allem die Wirtschaftsführer aus der Region für Itzehoe und Umland. Natürlich gibt es auch Defizite. So hat die Region – vielfach unverdient – nicht das beste Image. Hier muss intensiv nachgesteuert werden. Vor allem aber müssen die hier bereits ansässigen Menschen das vorleben. Dass die das können, haben sie im vergangenen Jahr beim Stadtjubiläum gezeigt. Hier wurde nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft gefeiert. Für das neue Jahr kann die Devise daher nur lauten: Wir sind Itzehoe. Sowieso, könnte man in Anlehnung an den Text des neuen Itzehoe-Liedes noch hinzufügen. Die Norddeutsche Rundschau wird in den nächsten Wochen in einer großen Serie aufzeigen, wo Itzehoe und die Region stehen, mit Akteuren sprechen, und darstellen, welche Chancen und Perspektiven sich bieten.

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erstellt am 18.Jan.2014 | 08:00 Uhr

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