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Glückstadt : Zaun für jüdischen Friedhof gesucht

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der jüdische Friedhof in Glückstadt ist der bedeutendste des Landes. Im vergangenen Jahr wurde er saniert - jetzt fehlt nur noch ein Zaun.

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erstellt am 28.Jun.2015 | 15:42 Uhr

Der jüdische Friedhof in Glückstadt ist etwas Besonderes und steht deshalb unter Denkmalschutz: Denn hier wurden zahlreiche sephardische Juden begraben. Sie waren um 1620 gekommen, weil ihnen König Christian  IV. bei der Stadtgründung Glaubensfreiheit und Privilegien gewährte. Der Friedhof ist laut Denkmalamt der bedeutendste in Schleswig-Holstein. Deshalb wurde er für 40 000 Euro im vergangenen Jahr aus Mitteln des Denkmalschutzes saniert.

Es fehlt jedoch noch ein Zaun. Schon bei der Abnahme der Sanierung im vergangenen Jahr war klar, dass solch eine Abgrenzung hin zur Straße gut wäre – auch um die Optik eines abgeschlossenen Friedhofes darzustellen. Da die jüdische Gemeinde kein Geld hat, werden jetzt Sponsoren gesucht. Diese Aufgabe hat die Stadt Glückstadt in Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Detlefsen-Museum übernommen. Die Stadt kümmert sich um die Ausführung, der Verein um die Gelder.

Eine Konzeption für den neuen Zaun gibt es in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege und allen Beteiligten.

Wie berichtet, hat der örtliche Maurermeister Sebastian Schmeelke bereit die Sockel aufgestellt – mit gespendeten Steinen der Glückstädter Ziegelei. Doch werden noch rund 12 000 Euro gebraucht für 16 Zaunelemente und ein zweiflügeliges Tor. Die Elbestadt galt als je her offen für Menschen anderen Glaubens. Neben sephardischen Juden und Reformierten kamen auch Katholiken, niederländische Mennoniten und Remonstranten. Die Glückstädter Juden erhielten 1630 das Recht, eine Synagoge zu bauen.

>Die Bankverbindung des Vereins der Freunde und Förderer des Detlefsenmuseums: IBAN: DE32 2225 0020 0021 2005 06 BIC: NOLADE21WHO, Sparkasse Westholstein

 

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