Amtsgericht Wandsbek : Zahnarzt fasst Patientin an die Brust - Bewährung

Er soll eine 19-Jährige während der Behandlung mehrfach unsittlich an der Brust berührt haben - ein Hamburger Gericht verurteilte den Zahnarzt am Mittwoch.

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28. März 2013, 08:48 Uhr

Hamburg | Wegen sexuellen Missbrauchs einer Patientin ist in Hamburg ein Zahnarzt zu sieben Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Darüber hinaus soll der 37-Jährige 2000 Euro an einen Hilfsfonds für Opfer von Straftaten zahlen. Nach Überzeugung des Wandsbeker Amtsgerichts hatte der Zahnarzt eine 19-Jährige während der Behandlung mehrfach unsittlich an der Brust berührt. Der Mediziner wies die Vorwürfe zurück. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Frau habe glaubhaft geschildert, wie ihre Brust gestreichelt wurde, sagte der Richter in der Urteilsbegründung.

Alle Vorgänge habe sie zeitlich und räumlich einordnen können. "Es ist nicht nachzuvollziehen, warum sie sich dies alles ausgedacht haben soll", so der Richter. Für das Urteil seien besonders die "geschilderten ungewöhnlichen Details" ausschlaggebend. So habe die Patientin bei einer Wurzelbehandlung immer wieder versichern sollen, dass "nichts unfreiwillig passiert ist".

"Kussmündchen zugeworfen"

Strafverschärfend wertete der Richter die psychischen Nachwirkungen der Tat für die Schülerin. Sie gab an, unter Schlaf- und Angststörungen zu leiden und in der Schule häufig zu fehlen.

Im Prozess sagte auch eine ehemalige Auszubildende des Mediziners aus. Sie berichtete unter Tränen, der Zahnarzt habe "ihr Geld in die Gesäßtasche gesteckt" und ihr "Kussmündchen zugeworfen".

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