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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 01:56 Uhr

Zahl der Komasäufer sinkt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2015 | 18:19 Uhr

Trinken bis der Arzt kommt: Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt ein Problem, auch wenn die Zahl der Betroffenen im Bundestrend zurückgeht. In Steinburg landeten im Jahr 2013 weniger jugendliche Komasäufer in einer Klinik, das gab jetzt die DAK-Gesundheit bekannt. 46 Kinder und Jugendliche kamen demnach mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Nach bislang unveröffentlichten Studien des Statistischen Landesamtes sank die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2012 um 14,8 Prozent.

In den vergangenen zehn Jahren habe es jedoch immer noch eine Steigerung von 15 Prozent gegeben. Professor Dr. Arno Deister, Chefarzt des Zentrums für Psychosoziale Medizin im Klinikum Itzehoe, freut sich dennoch über den Rückgang der neuesten Zahlen. Vor drei, vier Jahren sei Komasaufen ein „großes Thema“ gewesen, jetzt werde es erfreulicherweise etwas weniger. Über die Gründe dafür könne man allerdings nur spekulieren.

„Es ist erfreulich, dass sich bundesweit beim Rauschtrinken eine erste Trendwende abzeichnet. Ich hoffe, dass sich diese positive Entwicklung auch bei uns langfristig bestätigt“, sagt auch Jennifer Ziemer, Chefin der DAK-Gesundheit in Itzehoe.

Zur Unterstützung setzt die Krankenkasse auch 2015 die erfolgreiche Aufklärungskampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ in Steinburg fort. Damit werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln.

Landesschirmherrin von „bunt statt blau“ ist Gesundheitsministerin Kristin Alheit. In Itzehoe unterstützt Bürgermeister Andreas Koeppen die Präventionskampagne.

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