Zahl der Flüchtlinge steigt

Erstmals werden Neuankömmlinge jetzt auch in St. Margarethen untergebracht / Nächsten Dienstag Helfertreffen

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28. Juli 2015, 11:36 Uhr

Der Zahl der Flüchtlinge nimmt auch in der Wilstermarsch weiter zu. Aktuell ist dem Amt für dieses Jahr eine Aufnahmequote von 60 Personen zugewiesen worden. Sie kommen zu den 65 Menschen hinzu, die schon seit längerem in der Region Zuflucht suchen. Bislang waren die Menschen in Wilster, Dammfleth und Wewelsfleth untergebracht. Erstmals wird jetzt auch Wohnraum in St. Margarethen belegt. Wie es dazu aus der Amtsverwaltung hieß, habe sich ein Vermieter von Mehrfamilienhäusern zur Aufnahme von Flüchtlingen bereit erklärt. Hintergrund dafür sei auch der Umstand, dass man mit den in der Wilstermarsch untergebrachten Menschen bisher sehr positive Erfahrungen gemacht habe. Diese seien bereits sehr gut integriert. Auch, wenn es in der Marsch noch keine Engpässe gibt, würde sich das Amt über Hinweise auf weiteren Wohnraum oder entsprechende Angebote freuen.

Um den Neuankömmlingen, die direkt aus der zentralen Aufnahmestelle des Landes in die Marsch geschickt werden, ein angemessenes Zuhause bieten zu können, würden derzeit die angemieteten Wohnungen „etwas aufgehübscht“. Außerdem müssen sie noch mit dem erforderlichen Mobiliar ausgestattet werden.

In diesem Zusammenhang sucht die Amtsverwaltung noch freiwillige Helfer. Diese sollten ein wenig handwerkliches Geschick und vielleicht auch eine Transportmöglichkeit (Lieferwagen oder Pkw-Anhänger) mitbringen. Vor allem geht es dabei um die Mithilfe bei der Ausstattung der Wohnungen und um den Zusammenbau von Möbeln. Willkommen sind auch Freiwillige, die die Flüchtlinge in Empfang nehmen und in den ersten Tagen und Wochen in ihrem neuen Lebensumfeld begleiten. Unter anderem müssen Behördengänge und vielleicht Arztbesuche absolviert werden. Auch ist eine persönliche Begleitung hilfreich, wenn es um das Aufzeigen von Einkaufsmöglichkeiten oder die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel geht. Wer Zeit und Interesse hat, kann sich mit dem Flüchtlingsbeauftragten des Amtes Wilstermarsch, Knud Jüstel, in Verbindung setzen. Gemeinsam mit dem St. Margarethener Bürgermeister Volker Bolten ruft Jüstel auch zu einem ersten Helfertreffen in St. Margarethen auf. Die Veranstaltung soll am Dienstag, 4. August, um 19 Uhr im Dolling-Huus stattfinden. In Wilster und Wewelsfleth gibt es bereits erfolgreiche Initiativen. Jüstel hofft, dass sich auch im Raum St. Margarethen viele Freiwillige finden, die den Flüchtlingen zur Seite stehen. „Gesucht werden vor allem Helfer für die Bewältigung von Alltagsproblemen“, umschreibt der Flüchtlingsbeauftragte das Aufgabengebiet.


>Sprechstunde im Amt Wilstermarsch mit Knud Jüstel und/oder Jens Grimm immer am Donnerstag von 10.30 bis 12 Uhr, Treffen im JuZe, auch für Helfer, ebenfalls donnerstags von 18 bis 19 Uhr.

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