Zahl der Einbrüche sinkt, Missbrauchsfälle nehmen zu

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08. Mai 2018, 12:58 Uhr

Die Kriminalität in Deutschland geht laut Statistik zurück: Die Behörden erfassten im vergangenen Jahr 5,76 Millionen Straftaten – die niedrigste Zahl seit 1992. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl ist die erfasste Kriminalitätsrate sogar niedriger als in den vergangenen 30 Jahren, wie das Bundesinnenministerium bekanntgab. Auf 100 000 Einwohner kommen weniger als 7000 Fälle.

Der Anteil der aufgeklärten Straftaten ist laut Innenministerium mit 55,7 Prozent so hoch wie nie seit Beginn der Zählung 2005. Ausländerrechtliche Verstöße wie die illegale Einreise sind dabei ausgeklammert. Die Aufklärungsquote hängt aber stark vom Tatbereich ab: Bei Wohnungseinbrüchen mit Diebstahl werden nur 17,8 Prozent der Fälle aufgeklärt, bei Tötungsdelikten sind es 95,6 Prozent.

Einen erheblichen Rückgang von 11,8 Prozent verzeichnen die Behörden beim Diebstahl. So sanken die Fälle von Einbrüchen um 23,0 Prozent, beim Taschendiebstahl um 22,7 Prozent. Auch die Gewaltkriminalität ist leicht zurückgegangen – um 2,4 Prozent.

Um 12,9 Prozent angestiegen sind Delikte, bei denen Pornografie verbreitet wurde. Der Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, sprach von einem „erschütternden Ausmaß“ der Kinder- und Jugendpornografie. Auch das Ansprechen Minderjähriger im Netz mit dem Ziel sexueller Kontakte – stelle eine Gefahr dar.

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