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Internetserie über ersten Weltkrieg : Youtube-Filmer beim Kulturverein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Berliner drehen in Hohenlockstedt Beiträge für die Erste-Weltkriegs-Serie „The Great War“. Ein Kaiserzeit-Helm ist der neue „Hingucker“ im Museum.

Vorträge, Ausstellungen, Filmaufnahmen - der Verein für Kultur und Geschichte hat für die kommenden Monate einen vollen Terminplan. Im Mittelpunkt steht der Wasserturm, der seit zehn Jahren in der Obhut des Vereins ist. „Wir werden ein Fest rund um das Hohenlockstedter Wahrzeichen mit Vereinen und Verbänden organisieren“, sagt der Vereinsvorsitzende Achim Jabusch. Der genaue Termin steht noch nicht fest, es soll auf jeden Fall ein Wochenende noch vor den Sommerferien sein. Auch alle Spender, die mit ihren Geldbeiträgen zur Renovierung beigetragen haben, sollen dazu eingeladen werden.

Zuvor steht in der kommenden Woche der Finnentag (25. Februar) an, an dem sich der Verein seit Jahren beteiligt. Diesmal mit zwei Vorträgen. Der Hohenlockstedter Siegfried Schäfer wird über die finnischen Jäger sprechen, Stephan Schrölkamp über Maximilian Beyer, der während des Ersten Weltkriegs das 27. Königlich-Preußische Jägerbataillon und damit den Kern der späteren finnischen Armee aufgebaut hat. Außerdem gibt es eine deutsch-finnisch-estnische Andacht.

Ein Thema beim Hohenlockstedter Kulturverein ist auch die finnische Unabhängigkeit, die vor genau 100 Jahren erkämpft wurde. Mit Hilfe von Soldaten, die im damaligen Lockstedter Lager ausgebildet worden waren. „Hier sind übers Jahr gesehen einige Vorträge im Zusammenhang mit der örtlichen Volkshochschule geplant“, sagt Jabusch. Zu diesem Anlass erwartet der Verein auch Besuch aus Berlin von den Filmemachern des Youtube-Kanals „The Great War“. Das Projekt folgt dem Ersten Weltkrieg Woche für Woche 100 Jahre später mit wöchentlichen Zusammenfassungen. Geplant ist in diesem Zusammenhang auch eine Folge über Finnland und die Verbindungen zu Hohenlockstedt. Der Youtube-Kanal läuft in englischer Sprache, eine deutsche Ausgabe wurde mangels Zuschauer eingestellt.

Teilnehmen wird der Verein mit seinem Museum auch wieder am internationalen Museumstag am 21. Mai. „Zinnfiguren gießen und anmalen“ heißt es dann zwischen 11 und 16 Uhr für Besucher. Diese Aktion begleitet die laufende Ausstellung mit den Zinnfiguren der Sammlergruppe „Klio“, die noch bis zum 25. Juni zu sehen sein wird. Anschließend wird sich ab Juli eine Ausstellung über Schallplatten, die Christian Meurer bestücken wird. Und im November läuft eine Schau „rund um den Weihnachtsmann“. Feste Termine, an denen der Verein sich beteiligen wird, sind darüber hinaus die Ladies Night, die Pellkartoffeltage, der finnische Basars sowie die Landesversammlung der Ost- und Westpreußen in Neumünster, bei denen Vertreter des Vereins über die Geschichte der Kartoffel referieren werden. Außerdem soll eventuell das Weihnachtskonzert, das im vergangenen Dezember krankheitsbedingt ausfallen musste, nachgeholt.

Für das Museum gibt es jetzt einen neuen „schönen Hingucker“, sagt Jabusch. Es handelt sich um einen Helm aus der Kaiserzeit, den der Kreuz-Zollmatrose Friedrich Fritz Henry Fischer getragen hat. Das Besondere dabei: Es ist ein Transport-Koffer dabei, und „diese Kombination ist äußerst selten. Das neue Museumsstück stammt aus einer Hohenlockstedter Familie und konnte nur dank einer Spende der Provinzial-Versicherung Stephan Binsch angekauft werden. 400 Euro stiftete der Kellinghusener, den Rest finanzierte der Verein aus Eigenmitteln.

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erstellt am 15.Feb.2017 | 17:00 Uhr

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