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Youngtimer-Treffen: Stelldichein der bunten und seltenen Maschinen

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erstellt am 13.Mai.2013 | 10:02 Uhr

Großenrade | Motorradbauer Friedel Münch war Konstrukteur bei Horex, bevor er in Friedberg-Ossenheim mit Motorrädern handelte, Motoren reparierte und nebenbei im Rennsport tätig war. Dann plante er den Bau eines eigenen Motorrades, gefertigt in absoluter Handarbeit. Paul Brinkmann aus Lieth (bei Heide) fährt eine dieser legendären Maschinen - eine Münch Mammut 1200 TTS, Baujahr 1971 mit 88 PS. Damit fuhr er gestern beim Großenrader Youngtimer-Treffen vor.

"Gebaut wurde die Münch von 1960 bis Ende der 70er Jahre in einer Stückzahl von 480. Jedes Motorrad ist ein Unikat, mit einem angepassten Vierzylinder-Pkw-Motor aus dem NSU Prinz. Heute gibt es von diesen Maschinen weltweit nur noch 280 Stück", erzählte Paul Brinkmann. Sein Motorrad hat die Rahmennummer 135. "Playboy Gunter Sachs hatte ebenfalls eine Münch Mammut 1200 TTS. Diese hat die Rahmennummer 137", hat Brinkmann herausgefunden.

Ingrid und Herbert Witschel hatten gestern zum vierten Mal zu dem Treffen eingeladen. Rund 200 Fans der Youngtimer aus dem gesamten Norddeutschen Raum, aber auch Fahrer mit neueren Maschinen und Oldtimern folgten der Einladung auf das Gelände des Gasthofes "Zur Gemütlichkeit". Während im Außenbereich gegrillt wurde, hatten die Frauen der Familie im Saal der Gaststätte ein großes Büfett mit selbst gebackenen Torten zum Dithmarscher Eierkaffee bereit gestellt.

Manche Fahrer kannten sich schon von früheren Treffen und waren schnell im Gespräch über blitzenden Chrom, glänzende Speichenräder und Ersatzteilbeschaffung für ihre Maschinen. Aber nicht nur Motorradfahrer, sondern auch zahlreiche Schaulustige aus den umliegenden Dörfer kamen nach Großenrade, um die blitzenden Maschinen zu bestaunen und im Klönschnack mit den Fahrern zu verweilen.

Herbert Witschel und seine Söhne Florian und Dennis sind selbst große Motorradfans. Er fährt eine Honda Goldwing. Eine Goldwing fahren auch Vera Johannsen und Ernst-Günter Lawrenzen aus Viöl. "Wohnst du noch, oder fährst du schon?", könnte man die Lackierung des Motorrades und Beiwagen betiteln, denn mit der blau-gelben Farbe erinnert die Maschine an ein bekanntes Möbelhaus. "Wir fanden das witzig. Vielleicht schreibe ich den Satz noch auf die Haube des Beiwagens", überlegte Lawrenzen.

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