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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 10:35 Uhr

WZ im Wandel: Vom Bleisatz zum E-Paper

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der rasante technische Fortschritt machte auch vor der Tageszeitung in Wilster nicht halt

125 Jahre Wilstersche Zeitung – vor allem in den vergangenen Jahrzehnten wurde auch an der Tageszeitung für die Wilstermarsch der immer rasanter werdende technische Fortschritt deutlich. Noch vor ihrem Tode brachten der 1970 verstorbene Peter Schwarck und sein nur zwei Jahre später verstorbener Bruder Johann den immer weiter wachsenden Maschinenpark des Familienunternehmens auf den neuesten Stand. So waren Ende der 60er Jahre noch zwei große Zeitungsdruckmaschinen gekauft worden. Mit der 1970 angeschafften Lochbandgesteuerten Linotype-Schnellsetzmaschine meinte Johann Schwarck sogar den entscheidenden Schritt in die Zukunft getan zu haben.

Nicht mehr erleben durfte er jedoch die bis dahin größte technische Umwälzung im graphischen Gewerbe und damit auch in seinem Zeitungsverlag. Mit der Einführung von Fotosatz und Offsetdruck setzte sich 1978 auch in Wilster die neue Technik durch. Da trug mit Jochen Schwarck und dessen Bruder Johann Peter bereits die nächste Generation die Verantwortung. Die gesamte Bleisetzerei wurde ausgemustert und die nur wenige Jahre zuvor angeschaffte Schnellsetzmaschine abgewrackt. Zur selben Zeit erfolgte auch die Verschrottung von einer der beiden Zeitungsdruckmaschinen. Die Bleigießerei, die so genannte Stereotypie, in der ehemals die Matern zu Blei-Druckplatten ausgegossen waren, gehörten nun ebenfalls der Vergangenheit an.

Ersetzt wurde diese Technik schließlich durch das Einrichten einer modernen Reproabteilung, in der die zu Seiten montierten Texte und Fotos zu Ganzseitenfilmen umgewandelt wurden. Das Umkopieren auf kunststoffbeschichtete Stahlplatten für den Buchdruck auf lichtempfindliche Offsetplatten für den Offsetdruck schlossen sich an.

Sie bildeten den Grundstock für die gesamten Druckerzeugnisse des Unternehmens, das heute Kai Schwarck mit einer kleinen Druckerei im Stammhaus Am Kohlmarkt fortführt. Und Jochen Schwarck ist noch immer für die Zeitung unterwegs – als Reporter, der Land und Leute kennt wie kein zweiter.

Inzwischen geht der technische Wandel in der Zeitungsbranche in unvermindertem Tempo weiter. Die Wilstersche Zeitung gibt es auf Wunsch natürlich auch als E-Paper. Das Gros der Leser bevorzugt aber nach wie vor die Papierversion, die dank zuverlässiger Austräger jeden Morgen in aller Frühe im Briefkasten bereitliegt.

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erstellt am 09.Mär.2015 | 09:57 Uhr

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