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Norddeutsche Rundschau

21. September 2017 | 18:04 Uhr

Freizeit : „Wollen es vernünftig machen“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Freizeitbad GmbH in Brunsbüttel nutzt Betriebspause im Luv und investiert 320 000 Euro.

shz.de von
erstellt am 25.Jun.2017 | 09:10 Uhr

Einer Großbaustelle gleicht derzeit das Freizeitbad in Brunsbüttel. Nachdem es in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme mit großflächig aufschwimmenden Fliesen gegeben hatte (wir berichteten), nutzen die Betreiber die Sommerpause, um das provisorisch mit Edelstahlplatten ausgestattete Becken komplett neu zu verfliesen.

Rund 160  000 Euro sind für die anstehende Sanierung veranschlagt. Vorausgegangen war eine Überprüfung der Grundkonstruktion. „Betonschäden waren glücklicherweise nicht festzustellen“, erklärt Guido Austen, Prokurist der städtischen Freizeitbad Brunsbüttel GmbH. Das sei zwar einerseits ein „gutes Ergebnis“, bedeute andererseits aber auch, dass der Fliesenkleber „die kritische Stelle“ bleibe. Austen: „Eine Gewährleistung, dass wir es nie wieder mit Fliesenschäden zu tun bekommen, wird es leider nicht geben.“ Grund seien Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit.

Für die Instandsetzung des Beckenbereichs hat die Freizeitbad GmbH die Betriebspause um zwei Wochen verlängert. „Wir wollen es vernünftig machen“, betont Austen. Wichtig sei eine möglichst lange Trocknungszeit für Mörtel und Estrich. Nach derzeitigem Stand wird das neu verflieste Becken daher erst einige Tage nach der Wiedereröffnung am 19. September in Betrieb genommen. Die in der Planungsphase verfolgte Idee, die Wasserfläche des Außenbeckens im Zuge der Sanierung durch bauliche Veränderungen zu vergrößern, haben die Betreiber dagegen verworfen. „Das Risiko von Folgeschäden an der Bodenplatte wäre durch die Erschütterungen einfach zu groß gewesen.“

Auch an anderen Stellen im Hallenbad wird gearbeitet. Die ausgewaschenen Fugen der seit 1980 liegenden Fliesen im Nicht-Schwimmerbereich werden neu verfüllt. Der Drei-Meter-Turm erhält nach heute geltenden Vorschriften ein neues Geländer. „Um das Klettern zu verhindern, dürfen keine waagerechten Streben mehr vorhanden sein“, erklärt Austen. Neu verfliest wird in der Sommerpause auch die Dampfsauna. Zudem stehen der Austausch von bodentiefen Fensterelementen und die Sanierung des Windfangs zum Saunagarten an. Für diese Arbeiten sind weitere 160  000 Euro im Haushalt eingestellt.

Zehn Jahre nach dem letzten großen Umbau des Freizeitbads planen die Betreiber auch in die Steigerung der Attraktivität des Hallenbads zu investieren. „Wir haben schon ganz konkrete Ideen – und arbeiten gemeinsam mit der Politik an Lösungen“, verrät Austen. In der laufenden Betriebspause kann das Zukunftsprojekt nicht mehr umgesetzt werden.

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