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Einzelhandel : Wolfsteller kauft Gelände der Stadtwerke Wilster

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Möbelhaus plant Ausstellungs- und Lagerräume. Der Bürgermeister freut sich über klares Bekenntnis zum Standort Wilster.

Das Möbelhaus Wolfsteller kauft ein verwaistes Gelände der Stadtwerke am Klosterhof – einschließlich der darauf stehenden Gebäude. Das bestätigte Inhaber Peter Wolfsteller nach einem entsprechenden Votum der Ratsversammlung. Das Unternehmen will dort nach ersten Plänen Lagerkapazitäten und Ausstellungsräume schaffen. „Zur Straße hin soll das Grundstück optisch aufgewertet werden“, sagt Wolfsteller. Es gebe zwar schon erste Entwurfszeichnungen. Was genau auf dem insgesamt 2300 Quadratmeter großen Gelände unmittelbar neben dem Verwaltungsgebäude der Stadtwerke entstehen soll, sei noch offen. In jedem Fall werde das Stammhaus in der Burger Straße aber erhalten bleiben.

Für das Gelände hatte es mehrere Bieter gegeben. Für die Firma Wolfsteller, so Bürgermeister Walter Schulz, habe man sich „durch die Bank positiv entschieden“. Der Zuschlag war in nichtöffentlicher Sitzung erfolgt. „Ich bin froh, dass wir einen Gewerbebetrieb am Ort halten können“, freut sich der Bürgermeister über die Entscheidung. Aller Voraussicht nach muss für die geplante Investition ein Bebauungsplan angepasst werden. Aktuell sei der Bereich als Versorgungsgebiet ausgewiesen. Schulz geht aber davon aus, dass es hier keine Probleme geben werde.

Mit dem Verkauf des Stadtwerke-Geländes fällt Schulz gleichzeitig auch ein Stein vom Herzen. „Damit verschwindet ein optischer Missstand aus dem Stadtbild.“ Zwar mache der einst für die gesamte Stromverteilung im Stadtgebiet errichtete Ziegelbau zumindest an der Frontseite noch einen soliden Eindruck. Insgesamt, so Schulz, sei die Substanz aber völlig marode. Der Bau wird denn auch abgerissen. Zuletzt war das Gebäude, das einst auch zwei Wohnungen enthielt, nur noch als Lagerhalle genutzt worden. Auch ein Büro und Sozialräume waren hier untergebracht. Von den Stadtwerken werde das Lager aber nicht mehr gebraucht.

Für die Firma Wolfsteller ist der Erwerb gleichzeitig ein klares Bekenntnis zum Standort Wilster. Das Möbelhaus kann hier auf eine mehr als 150-jährige Geschichte zurückblicken. Nach mehreren Standortwechseln war der Familienbetrieb 1969 in die Burger Straße gezogen. 1980 wurden dort großräumige Anbauten nach hinten hinaus vorgenommen. Weitere Vergrößerungen und Renovierungen der Ausstellungsräume brachten schließlich die heutige Fläche von rund 1000 Quadratmetern. Der Geschäftsführer der fünften Generation, Peter Wolfsteller, legt sein Hauptaugenmerk auf den Küchenbereich. Der Betriebswirt, Fachrichtung Möbelhandel, hat an der Kölner Möbelfachschule studiert und leitet die Geschicke des Betriebes mit seinen gut 20 Mitarbeitern seit 1997. „Wenn alles passt, können wir noch in diesem Jahr loslegen“, sagt er über seinen Zeitplan.

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erstellt am 17.Feb.2016 | 06:31 Uhr

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