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Wolfgang-Ratke-Schule: Der Trend geht Richtung Neubau

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2016 | 11:12 Uhr

Entschieden ist noch nichts, der Weg scheint aber schon programmiert: „Der Trend geht eindeutig in Richtung Neubau“, kommentierte Ecklaks Bürgermeister Heino Evers aktuelle Beratungen im Schulverband. Jetzt soll erst einmal ein Architekten-Gutachten Klarheit darüber schaffen, welche Kosten auf den Schulträger zu kommen.

Verband und Stadt Wilster ziehen damit die Konsequenzen aus einer heftigen Mängelrüge durch den TÜV. Der Überwachungsverein hatte das Fehlen von vorgeschriebenen Fluchtwegen im Fall eines Brandes moniert. Eine Möglichkeit: An beiden Giebelseiten des altehrwürdigen Gebäudes könnten Feuertreppen angedockt werden. Ein weiteres Problem ist allerdings auch die fehlende Barrierefreiheit innerhalb des Schulgebäudes. Konkrete Zahlen nannte Schulverbandsvorsteher Walter Schulz zwar nicht. Er deutete aber an, dass Sanierungskosten nach einer ersten Grobschätzung durch die Verwaltung eine siebenstellige Größenordnung erreichen könnten. Offen sei dabei zudem, welche Ausgaben das Gebäude in den kommenden zehn bis 15 Jahren noch verursachen würde. Und: Für eine energetische Sanierung fällt laut Verwaltung ebenfalls „eine heftige Summe“ an.

Bereits im Vorstand, so Schulz, sei man sich im Grunde einig gewesen, dass ein Neubau der Grundschule für Wilster die sinnvollere Lösung sein dürfte. „Erst einmal wollen wir dafür aber die Kosten ermitteln.“ Von der Schulverbandsversammlung gab es für einen entsprechenden Architektenauftrag jetzt grünes Licht.

Eine konkrete Neubauplanung ist damit allerdings noch nicht verbunden, was wiederum den Wilsteraner CDU-Ratsherrn Mark Dethlefs verwunderte. „Wenn es hier um Leib und Leben unserer Kinder geht, hilft doch kein Beschluss im Niemandsland.“ Sein SPD-Pendant Helmut Jacobs wies dann noch einmal daraufhin, dass man zunächst verwertbare Kostenvergleiche anstellen wolle. Die Umsetzung des Vorhabens schon im nächsten Jahr wurde aus dem Beschlussvorschlag aber wieder herausgenommen.

Abschließend betonte Walter Schulz die Notwendigkeit, dass man auch gegenüber der Brandschutzbehörde „jetzt Nägel mit Köpfen machen muss“. Weiter sagte er: „Wir müssen den Nachweis erbringen, dass wir das seit Jahren diskutierte Thema jetzt auch abarbeiten.“

Zum Auftakt der Schulverbandsversammlung hatte Vorsteher Schulz Kirsten Hillebrecht-Kahl verabschiedet, die aus persönlichen Gründen ihr Mandat in dem Gremium zurückgegeben hatte. „Sie hat sich sehr um unsere Kinder verdient gemacht“, lobte Schulz ihren mehr als zehnjährigen Einsatz im Schulverband. Als Nachfolger wurde Kay-Uwe Kaspereit verpflichtet, der zuvor von der Ratsversammlung vorgeschlagen worden war. In den Schulbauausschuss rückte für sie Holger Stamm nach, der zugleich auch vom stellvertretenden Vorsitzenden dieses Gremiums gewählt wurde.

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