zur Navigation springen

Amtsfeuerwehr : Wolfgang Krause bleibt Amtswehrführer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Deichsicherheit bereitet den Feuerwehr en Sorgen – aber die Personaldecke in den Horster Wehren reicht noch aus.

Wolfgang Krause aus Neuendorf bleibt Amtswehrführer des Amtes Horst-Herzhorn. Während der Wehrführerdienstversammlung im Horster Amtsgebäude wurde der erste Hauptbrandmeister für weitere sechs Jahre in seinem Amt bestätigt. Er erhielt 48 Ja-Stimmen der 56 anwesenden Delegierten.

„Das ist ein gutes Ergebnis und ich hoffe, dass ich mit meiner Arbeit auch diejenigen noch überzeugen kann, die mich nicht gewählt haben“, sagte Krause nach seiner Wahl und bedankte sich gleichzeitig für die gute Zusammenarbeit mit den einzelnen Wehren des Amtes und der Amtsverwaltung in den vergangenen Jahren.

In seinem Bericht gab Krause einen Überblick zum abgelaufenen Jahr 2013. Er betonte dabei die gute Ausbildung und Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute. Im Amt Horst-Herzhorn gäbe es derzeit insgesamt 806 erwachsene Mitglieder und 23 Einsatzfahrzeuge in den 16 Wehren der zwölf Gemeinden. „Wir haben 516 aktive Einsatzkräfte, 71 Mitglieder in den drei Jugendwehren, 21 Musiker und 290 Ehrenmitglieder“, so Krause. Diese Zahl sei erfreulich und bedeute, dass es im Amtsbereich noch keine größeren Personalprobleme gäbe. „Das ist allerdings kein Grund, um auszuruhen. Wir müssen trotzdem weiterhin aktiv in der Nachwuchsförderung sein. Unsere Jugendwehren sind dabei ein besonders wichtiger Bestandteil“, sagte Wolfgang Krause.

Die Einsatzzahlen haben sich im vergangenen Jahr um knapp neun Prozent erhöht. Besonders die technische Hilfe war gefragt. 90 Mal rückten die Wehren des Amtes hierzu aus. „Das ist im Vergleich zu 2012, wo es 68 derartige Einsätze gab, eine erhebliche Steigerung“, so Krause. Insgesamt wurden die Kameradinnen und Kameraden über die Leitstelle 196 Mal alarmiert.

Ein Großteil der Einsätze musste zwischen Oktober und Dezember gefahren werden. Grund hierfür waren auch die Stürme „Christian“ und „Xaver“. „Hier hat es große Probleme mit der Kommunikation gegeben, das Netz war durch die vielen Anrufe der Bürger total überlastet. Auch die Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Küsten- und Naturschutz klappte in diesem Zusammenhang nicht zufriedenstellend für die Wehren. Hier muss einiges verbessert werden“, sagte Wolfgang Krause. Er ging dabei unter anderen auf die Deichsicherheit im Bereich Kollmar-Bielenberg ein, wo ein vorgelagertes Wäldchen Sorgen bereitet. „Hier geht seitens des Landesamtes offensichtlich Naturschutz vor Menschenschutz“, war seine Aussage. Auch aus diesem Grund habe man eine vorgesehene Großübung auf Kreisebene abgesagt. „Wir werden eine kleine Übung zur Deichsicherung durchführen und erst einmal Gespräche mit den zuständigen Stellen abwarten.“

Dass die Feuerwehren des Amtes Horst-Herzhorn nicht nur im Alarmeinsatz aktiv sind, bewiesen sie mit den zahlreichen Veranstaltungen und Hilfestellungen vor Ort. „Die Wehren sind ein großer Kulturträger in den Gemeinden“, meinte deswegen auch Amtsvorsteher Ernst-Wilhelm Mohrdiek und bedankte sich für die ehrenamtliche Arbeit der Kameraden: „Wir von der Verwaltung freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit mit dem wiedergewählten Amtswehrführer und den Wehrführungen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen