Wolfgang Borcherts heitere Seite

„Schischyphusch oder der Kellner meines Onkels“: Lea Stendorf, Jessica Schulz, Jeremias Hoffmann und Max Schulz auf der Bühne.
„Schischyphusch oder der Kellner meines Onkels“: Lea Stendorf, Jessica Schulz, Jeremias Hoffmann und Max Schulz auf der Bühne.

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16. Juni 2014, 05:00 Uhr

Alle zwei Jahre erinnert die Wolfgang-Borchert-Regionalschule an ihren Namensgeber. Der Wolfgang-Borchert-Abend wurde diesmal vom Wahlpflichtkurs „Darstellendes Spiel von Borchert-Texten“ der neunten Klassen unter Leitung von Lehrerin Sabine Dethlefsen gestaltet.

Schulleiterin Marlies Latzenberger begrüßte die Gäste in der Sporthalle. Borchert, der 1921 in Hamburg geboren wurde, habe stets Gewalt und Auseinandersetzungen verabscheut. In tiefgreifender und schlichter Sprache habe er erzählt, was Menschen bewegt, die den Krieg erleben mussten. Für die eigene Schule übertrug sie dies: „Unser Motto ist: Niemals gewaltsame Lösung von Problemen.“

Die Schüler stellten anschließend nicht nur seine Kurzbiografie vor, sondern auch die Werke „Dann gibt es nur eins“, „Ching Ling, Die Fliege“ und „Schischyphusch oder der Kellner meines Onkels“. „Wolfgang Borchert sagte Nein zum Krieg. Er sagte Ja zum Leben“, so ihr Ansatz. „Ich wollte dieses mal gerne das Lebensbejahende, das Heitere von Borchert hervorheben“, erklärte sie. Sabine Dethlefsen war mit ihrem Kurs zufrieden. „Borchert hat uns immer noch viel zu sagen“, meinte sie mit Blick auf aktuelle Krisen und Auseinandersetzungen weltweit.

Das gesamte Schuljahr hatte der Kurs einmal pro Woche geprobt. Die mitwirkenden Schüler zeigten sich mit ihrer Darbietung zufrieden. „Dieser Abend war toll“, sagte Jeremias Hofmann. „Es war schön mit allen zusammenzuarbeiten. Frau Dethlefsen hat uns viel beigebracht.“ Auch Laura Westphalen fand den Kurs sehr interessant. „Es ist heute wirklich gut gelaufen. Ich fand die Unterstützung super.“

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