Wohnraum für Flüchtlinge wird knapp

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03. Juli 2015, 16:59 Uhr

„Wir haben so gut wie keine verfügbaren Wohnungen mehr für Flüchtlinge“, erklärt Glückstadts Bürgermeister Gerhard Blasberg. Deshalb würde die Stadt mit einem Eigentümer eines Grundstückes im Gewerbegebiet verhandeln.

Wo der Standort ist, darüber sei Stillschweigen vereinbart worden, solange nicht klar ist, ob das Projekt umgesetzt werden könne. Denn es gibt noch einige Fragen zu klären. Eine ist schon klar: Das Land würde kurzfristiges Wohnen im Gewerbegebiet erlauben. Normalerweise dürfen nur Menschen in einem Gewerbegebiet wohnen, wenn sie dort ein Unternehmen haben. „Aus der Not heraus“, erklärt Blasberg die Erlaubnis des Landes. Denn ähnliche Probleme mit Unterkünften für Asylbewerber haben auch andere Städte.

Eine Sammelunterkunft, wie es sie in anderen Städten gibt, lehnt Blasberg ab. Auch bei den jetzigen Plänen soll es zu einer kleinteiligen Unterkunft kommen.

In der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung erklärte er, dass es bisher keine Probleme zwischen den Flüchtlingen, die in Glückstadt-Nord wohnen, und den Bürgern gibt. Auch, weil, die Flüchtlinge intensiv betreut werden. Das wünscht sich Blasberg auch für die Neuankömmlinge. Er rechnet damit, dass im kommenden Jahr noch 90 weitere Männer, Frauen und Kinder aus Kriegsgebieten kommen und Asyl beantragen.

Die Stadt hat in den vergangenen Jahren bisher rund 100 Asylbewerber aufgenommen.

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