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Wohlerskoppel: Mehrheit für kleinteilige Grundstücke

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gegen Minigrundstücke im geplanten Baugebiet „Wohlers Koppel“ spricht sich die CDU aus. Schon im Bauausschuss hatte der Vorsitzende Hans-Jörg Krützfeld sich mit Nachdruck für eine Erhöhung der Mindestgrundstückgrößen im Innenbereich des Areals eingesetzt. Durchsetzten konnten die Christdemokraten ihr Anliegen jedoch nicht. Auch mit einem Änderungsantrag in der jüngsten Ratsversammlung kam die Fraktion nicht durch. Der Rat folgte der Empfehlung aus dem Baugremium und billigte mehrheitlich die im B-Plan Entwurf von Investor „Grund und Wohnen“ vorgesehene kleinteilige Parzellierung.

Auf dem ehemaligen Kleingartengelände an der Herrmannstraße können danach Grundstücke mit einer Mindestgröße von 400 Quadratmeter für Einzel- und 300 Quadratmeter für Doppelhäuser entstehen. Nach Meinung der CDU sind diese Abmessungen im Kernbereich zu klein für ein familienfreundliches Wohnen.

In der Ratsversammlung unterstrich Berichterstatter Hans-Jörg Krützfeld die Bedenken und bat, die positive Entscheidung aus dem Baugremium zu revidieren. Im Rahmen der Beratungen über den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss des B-Plans 53 war dort lange und kontrovers diskutiert worden. Abgehandelt wurde ein 12-Punkte Katalog zum B- Plan Entwurf von „Grund und Wohnen“.

Neben Punkten wie Lärmschutz, Erschließungskonzept, Werbeflächen, Verbindung zum noch vorhandenen Teil des Kleingartengeländes sowie Geschossflächen und Dachneigungen ging es auch um die Mindestgrundstücksgrößen. Die wollte die CDU, zumindest bei den Einzelhäusern, von 400 auf 600 Quadratmeter erhöhen. Das Gebiet sei für Familien gedacht, entsprechend müssten der Zuschnitt der Grundstücke sein, so Krützfeld. Auch beim Kreis sei die Vorgabe mit Verwunderung aufgenommen worden. Eine Anfrage habe ergeben, dass es im gesamten Kreisgebiet keine ähnlich kleinen Parzellen gebe. „Das fängt bei 550 Quadratmetern an“, so Krützfeldt. Die aktuell gängigen Größen lägen bei 600 bis 700 Quadratmeter.

Volker Ballin (KeLi) erinnerte an die maßgebliche Grundflächenzahl. Sie stelle die Gebäudegröße ins Verhältnis zur Grundstücksgröße. Auf einem kleinen Grundstück könne entsprechend nur ein kleines Haus entstehen.

Der Änderungsantrag der CDU, im Herzen des Baugebiets für Einzelhäuser mindestens 600 Quadratmeter festzulegen, wurde mit 13 Gegenstimmen abgelehnt. Nachdem der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss gefasst wurde, werden Entwurf und Begründung nun öffentlich ausgelegt und die Träger öffentlicher Belange darüber informiert.

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erstellt am 09.Okt.2014 | 11:10 Uhr

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