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Zu wenige Kunden : Wochenmarkt könnte besser laufen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Brunsbütteler Händler werben für das im Oktober gestartete Nachmittags-Angebot in der Koogstraße.

„Ihr hättet das nicht im Oktober starten sollen.“ Blumenhändler Mathias Neubauer ist überzeugt, dass der Brunsbütteler „Feierabendmarkt“ gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, in der es schon früh dunkel ist, dann besser angenommen worden wäre. Doch Olaf Hiel vom Wirtschaftskreis, der den jeden Donnerstagnachmittag stattfindenden Markt angeschoben hat, ist zuversichtlich. Es brauche ein Anlaufphase, bis sich solch ein Angebot etabliert hat, sagt er.

Am 1. Oktober gab es den ersten Feierabendmarkt auf dem Brunsbütteler Rathausplatz – ein in der Region bislang einmaliges Angebot. Schon vor dem Start war den beteiligten Händlern klar, dass sie einige Zeit durchhalten müssen. Einer hat das für sich nicht geschafft, der Fischhändler ist schnell wieder ausgestiegen. Derzeit gibt es frische Geflügelprodukte, Käse, Brot, Gemüse und Blumen. Mehr Händler seien willkommen, sagt nicht nur Hiel. Auch die jetzigen Marktbeschicker würden sich über ein Anwachsen des Marktes freuen.

Auf verlorenem Posten stehen sie donnerstags aber nicht. Es gibt bereits Laufkundschaft. Nur eben noch nicht genug. „Wenn alle, die die Idee von diesem Markt so toll finden, auch herkämen, wäre der Platz mehr als voll“, beschreibt Hiel.

„Es könnte besser sein“, urteilt Geflügelhändler Sven Wittrock. Er vermisst ausreichend Werbung für das in der Stadt neue Angebot. Eine Vermischung des Wochenmarkts mit weihnachtlichen Angeboten, wie sie Olaf Hiel zur Belebung des Marktes vorschwebt, lehnt er ab. Das sei nicht sinnvoll.

Gemüsehändler Markus Fliegel sieht die Chance: „Wir haben nichts zu verlieren.“ Natürlich müsse man sich bei frischen Produkten immer überlegen, ob man seinen Marktstand aufbaut, wenn absehbar ist, dass der Umsatz den Aufwand vielleicht nicht rechtfertigt. Er will aber auf jeden Fall weitermachen.

Das wird auch Mathias Neumann tun. Er verspricht sich mehr von der Zeit nach Weihnachten, wenn es auf den Frühling zugeht. Zumindest für das Sortiment des Blumenhändlers dürfte das zutreffen. Er weiß, dass Marktbeschicker nicht so schnell aufgeben dürfen, wenn mal weniger Kunden kommen. Das haben ihn 40 Jahre Erfahrung in diesem Metier gelehrt.

Stadtmanagerin Anne-Merle Wulf setzt darauf, dass nicht nur die Brunsbütteler den kleinen Markt an der Koogstraße für sich entdecken. Das Angebot, nach Feierabend entspannt auf einen Wochenmarkt gehen zu können, sei einmalig, findet sie. „Man kann hier wirklich frische Produkte kaufen.“ Gegen den kleinen Hunger bietet sich ein Besuch des Wurststands an, wärmende Getränke gibt es bei Armin Gasse.

„Ein, zwei Händler mehr wären gut“, wünscht sich Gewerbevereinsvorsitzender Wolfgang Pfeffer. Und Olaf Hiel hofft, dass nach der Festtagspause – Heiligabend und Silvester ist kein Markt – alle wieder dabei sind. Denn sicher sei: „Es war richtig, dass wir den Feierabendmarkt überhaupt gestartet haben.“

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erstellt am 16.Dez.2015 | 17:30 Uhr

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