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Gleichstellung : „Wo bleiben die Frauen – weltweit?“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Eine Diskussionsveranstaltung im Kreishaus in Itzehoe soll Chancen für Flüchtlinge aufzeigen – dabei geht es um „Flucht – Frieden – Fair Trade: Frauen global“.

„Flucht – Frieden – Fair Trade: Frauen global“ ist Titel einer Diskussionsveranstaltung, zu der die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) gemeinsam mit dem Marie-Schlei-Verein und der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Steinburg, Tinka Frahm, am Dienstag, 12. April, einlädt. Zum Auftakt wird um 18 Uhr im Kreishaus in Itzehoe, Viktoriastraße 16-18, wird Christa Randzio Plath einen Impulsvortrag halten. Sie ist Vorsitzende des Marie-Schlei-Vereins, der Frauenausbildungsprojekte in Kooperation mit Partnerorganisationen für Frauen in Afrika, Asien und Lateinamerika fördert. Im Anschluss stellen sich Pastorin Maren Schlotfeldt, Tinka Frahm, Gerlinde Böttcher-Naudiet (Mitglied im Kreistag und stellvertretende AsF-Landesvorsitzende) und Cornelia Östreich (ebenfalls stellvertretende AsF-Landesvorsitzenden) dem Gespräch.

Auslöser für diese Veranstaltung sei schon die starke Zuwanderung aus Kriegsgebieten gewesen, aber an dem Abend werde es um verschiedenste Gründe für Flucht gehen, kündigt Gerlinde Böttcher-Naudiet an. Sie nennt Klimawandel, ausbeuterische Produktionsweisen und Menschenrechtsverletzungen. Frauen seien in besonderer Weise von globalen Krisen betroffen. Dennoch würden ihre spezifischen Problemlagen und Bedürfnisse viel zu wenig beachtet. 15 Jahre nach der UN-Resolution 1325 (siehe Info-Kasten), 20 Jahre nach der Weltfrauenkonferenz in Peking, auf halber Strecke der Kampagne „Planet Erde 50:50“ stelle sich die Frage: „Wo bleiben die Frauen – weltweit?“ Denn die Vereinbarungen aus der UN-Resolution seien „nicht so umgesetzt wie wir es uns wünschen“, fügt Gerlinde Böttcher-Naudiet hinzu.

Mit der Veranstaltung wenden sich die Organisatorinnen an engagierte oder einfach nur interessierte Frauen und auch Männer, die sich selbst in eine Diskussion einbringen oder nach Aktionsmöglichkeiten suchen wollen. „Das ist eine tolle Veranstaltung auch für die Integrationsbeauftragten im Kreis“, meint Gerlinde Böttcher-Naudiet. „Wir hoffen auf viele in der Betreuung Aktive und auch besonders auf geflüchtete Frauen.“ Fluchtursachen, so die Sozialdemokraten weiter, „haben viele Gesichter“. Und so sei auch ein Ziel , in der Veranstaltung Input zu bekommen, Ideen zu sammeln, welche Aktionen für Flüchtlingsfrauen machbar wären, um ihnen Chancen aufzuzeigen. Böttcher-Naudiet: „Integration heißt auch zuhören und Menschen eine Plattform zu bieten.“



Zur besseren Planung wird um Anmeldung, gern per Email an frahm@steinburg.de gebeten

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erstellt am 09.Apr.2016 | 08:07 Uhr

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