STADTENTWICKLUNG : Wo bitte geht’s zur Innenstadt?

Auf dieser virtuellen Karte unter www.verkehr-in-itzehoe.de können Nutzer die Verkehrssituation bewerten.
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Auf dieser virtuellen Karte unter www.verkehr-in-itzehoe.de können Nutzer die Verkehrssituation bewerten.

Stadt stellt neuen Online-Fragebogen vor.

Kay Müller von
04. März 2016, 04:37 Uhr

Jeder kann mitmachen. Meckern und loben. Und natürlich Verbesserungsvorschläge machen. Ab sofort ist bis Donnerstag, 24. März, ein Internetportal freigeschaltet, auf dem jeder seine Meinung über die Verkehrssituation in der Innenstadt abgeben kann. Ziel ist laut Bürgermeister Andreas Koeppen, eine Übersicht zu bekommen, was wo verbessert werden kann. Und Geld dafür von Bund und Land zu erhalten. Denn die Onlinebefragung ist Teil des Förderprogramms Aktive Stadt- und Ortsteilzentren. Koeppen hofft, dass Mittel fließen und die Stadt nur ein Drittel der Gelder für Umgestaltungen der Innenstadt aus dem eigenen Haushalt bestreiten muss. Denn wenn etwas gefördert wird, zahlt der Bund ein Drittel, ein weiteres das Land.

Die Zeit drängt. „Alle kennen die Probleme, wir müssen jetzt endlich loslegen“, sagt Koeppen. Nach der Befragung wird die Firma „Argus Stadt- und Verkehrsplanung“ die Ergebnisse auswerten, mit anderen Daten abgleichen und eine Prioritätenliste erstellen, über die die Politik beraten soll. „Das kann bei kleinen Maßnahmen anfangen, wir wollen aber auch ein großräumiges Konzept erstellen – etwa zur Parkplatzsituation oder wie die Innenstadt mit welchem Verkehrsmittel am besten erreicht werden kann“, sagt Markus Franke von der Firma Argus.

Dies liegt auch Koeppen am Herzen. „Wer von außen kommt und sich nicht in Itzehoe auskennt, weiß doch gar nicht, wie er die Innenstadt finden soll – schon gar nicht mit dem Auto.“ In der Vergangenheit habe man immer darauf gesetzt, den Autoverkehr von der Fußgängerzone fern zu halten. „Da müssen wir umdenken, die Leute wollen direkt vorfahren.“

Koeppen will schon im nächsten Haushalt Geld für die Innenstadt einstellen. „Wir brauchen auch in den kommenden Jahren einen Sockelbetrag. Denn wenn die Förderung aus Kiel nicht kommen sollte, dann müssen wir eben schon mal mit eigenen Mitteln anfangen.“

Die neue Online-Umfrage findet sich unter www.verkehr-in-itzehoe.de. Die Beantwortung der Fragen dauert etwa fünf bis zehn Minuten. Der Nutzer kann auf einer Stadtkarte Plätze vermerken, die für ihn problematisch sind – sei es als Auto- oder Radfahrer oder als Fußgänger. Dazu kann er Kommentare einfügen. Danach gibt es noch einen Fragebogen dazu, auf welchen Wegen der Nutzer die Innenstadt am liebsten anfährt.

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