Wirtschaft : Wirtschaftsjunioren denken über die Elbe hinaus

Die Elbe soll nicht trennen sondern verbinden: Wirtschaftsjunioren aus Steinburg, Pinneberg und Stade im Austausch.
Die Elbe soll nicht trennen sondern verbinden: Wirtschaftsjunioren aus Steinburg, Pinneberg und Stade im Austausch.

Wirtschaftsjunioren beschäftigen sich mit der Zukunft der Region Unterelbe.

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21. November 2013, 18:22 Uhr

Wie sieht die wirtschaftliche Zukunft der Region Unterelbe aus? – Eine Frage , die die Wirtschaftsjunioren aus Steinburg und Pinneberg umtreibt. Jüngst entwarfen sie bei einem Treffen in Glückstadt mit ihren Verbandskollegen von der anderen Elbseite, den Wirtschaftsjunioren aus Stade, Zukunftsvisionen. Ergebnis: Die Elbe solle nicht Barriere sondern verbindendes Element für die Wirtschaft sein.

„Wenn wir Wertschöpfungsketten über beide Elbufer hin optimieren, wird die ganze Region davon profitieren“, erklärt Marco Petersen, Vorstandsmitglied bei den Wirtschaftsjunioren Pinneberg. Und Sven Ohlsen, Mitglied des Steinburger Vorstands, ergänzt: „Wir haben Glückstadt ganz bewusst für unser Treffen ausgewählt. Von hier setzt die Fähre über, von hier soll auch die feste Elbquerung der A20 an das niedersächsische Ufer führen.“

Die Wirtschaftsjunioren möchten junge Unternehmer und Angestellte aus allen Bereichen der Wirtschaft dazu ermutigen, sich zu vernetzen. „Wir schauen über den Tellerrand hinaus“, sagt Dr. Paul Raab, der als Leiter der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Elmshorn geborenes Vorstandsmitglied ist. Austausch, Betriebsbesichtigungen und Fortbildungen stehen auf dem Programm der Wirtschaftsjunioren.

Zuletzt ging es bei einem Seminar um „schwarze Rhetorik“. „Wir haben gelernt, wie man mit Totschlagargumenten umgeht und wie man wieder handlungsfähig wird, wenn einen der Gesprächspartner an die Wand stellt“, berichtet Marco Petersen. Der 37-jährige Itzehoer ist seit vier Jahren Mitglied bei den Wirtschaftsjunioren. Auch an Fortbildungen zum Thema Social Marketing oder Motivationstraining hat er schon teilgenommen. Demnächst sei eine Veranstaltung zum Thema Guerilla-Marketing geplant.

Bei Unternehmern der Region informieren sich die Wirtschaftsjunioren hautnah über aktuelle Entwicklungen. In diesem Jahr statten sie etwa dem Nordostseekanal oder dem Itzehoer EDV Systemhaus HF-Computersysteme einen Besuch ab. „Es ist interessant zu entdecken, was die Region an Wirtschaftskraft hat“, stellt der Itzehoer Torben Reimers fest, der seit vier Jahren Mitglied ist.

Der Verband schaut aber nicht nur zu, sondern ist auch selbst aktiv und unterstützt Projekte in der Region. So riefen die Mitglieder im Kreis Pinneberg die „Leselernhilfe“ ins Leben, bei der fast 100 ehrenamtliche Mentoren mitarbeiten.

Zwischen den Wirtschaftsjunioren Pinneberg (45 Mitglieder) und den Wirtschaftsjunioren Steinburg (20 Mitglieder) besteht enge Zusammenarbeit. Eine Mitgliedschaft kommt für Unternehmer und leitende Angestellte bis 40 Jahren in Frage.

Mitglieder, die die Altersgrenze überschreiten, gehören allerdings nicht zum alten Eisen. Sie werden zum „Förderer“ der Wirtschaftsjunioren, dürfen weiterhin an deren Treffen teilnehmen und den Jungspunden mit Rat und Tat zur Seite stehen. Matthias Häußler-Langfeldt, der seit 1982 Mitglied ist, meint: „Für uns Ältere ist es ebenfalls wichtig, den Kontakt zur jüngeren Generation zu halten.“

>Weitere Informationen: www. wj-steinburg.de.

>Kontakt: 04821/674613; sohlsen@ohlsen-iz.de

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