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Digital-Offensive : „Wir wollen für alle Bürger attraktiv sein“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Itzehoer Stadtbibliothek modernisiert ihre Online-Auftritte. Ein Blog-Projekt und Soziale Netzwerke sollen neue Nutzergruppen ansprechen.

Eine neue Website, ein Account im sozialen Netzwerk Instagram, mehr Aktivität bei Facebook und demnächst ein eigenes Blog-Projekt: Itzehoes Stadtbibliothek geht 2017 mit einem jungen Online-Team digital in die Offensive. „Wir wollen grundsätzlich für alle Bürger attraktiv sein. Deshalb müssen wir mit der Zeit gehen“, sagt Leiterin Traute Jankowski-Seebandt. Und die sei nun mal von der Nutzung digitaler Medien geprägt – auch im Bücherei-Bereich. „Wir wollen neue Nutzergruppen erreichen und auf uns und unser Angebot aufmerksam machen“, erläutert Saskia Maier. Gemeinsam mit drei weiteren jungen Kollegen betreut die Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste die digitalen Angebote der Bibliothek.
Dabei verfolgt das Team auf den verschiedenen Kanälen unterschiedliche Strategien. „Wir sind da teilweise noch in der Testphase und probieren aus, was wo gut angenommen wird“, sagt Maier. So sei Instagram, ein soziales Netzwerk, das vor allem zur Verbreitung von Bildern genutzt wird, nicht der richtige Ort für langwierige Informationstexte. „Dort können wir aber kleine, unterhaltsame Einblicke in unseren Arbeitsalltag liefern und Leserschichten erreichen, die sonst nicht auf uns aufmerksam werden.“ Interesse ist durchaus vorhanden: Mehr als 100 Abonnenten hat der Instagram-Auftritt gut sechs Wochen nach dem Start. Noch deutlich mehr Menschen erreicht das Team über Facebook. Aber: „Die junge Generation ist dort oft schon gar nicht mehr anzutreffen, eher so die Leute ab 40“, sagt Maier. Der große Vorteil der sozialen Netzwerke: Sie bieten die Möglichkeit, direkt mit den Nutzern in Kontakt zu treten. „Es wird lebhaft diskutiert, die Identifikation mit der Bibliothek steigt“, so Maier. Und die Inhalte der Bibliothek verbreiten sich weiter. Findet ein Nutzer beispielsweise eine Aktion der Bibliotheks-Mitarbeiter gut und bewertet sie mit „Gefällt mir“, wird sie auch anderen Nutzern aus seinem Bekanntenkreis angezeigt.
Vor allem der Information dient der zum Jahreswechsel generalüberholte Internet-Auftritt. Dort können Nutzer, wie bisher auch, Online-Kataloge durchstöbern, elektronische Medienangebote nutzen und sich für Ausleihen vormerken. Neu ist neben der aufgeräumten Optik, die auch für mobile Endgeräte optimiert wurde, ein Kontaktformular für Fragen und Anregungen. „Die neue Seite sieht aber nicht nur moderner aus, sondern erlaubt uns auch aktuelle Beiträge zu veröffentlichen“, erklärt Marian Berdyszak, der die Seite pflegt.
Künftig sollen dort zum Beispiel Rezensionen von Kindern und Jugendlichen aus Itzehoe erscheinen. „Wir möchten einen Blog, eine Plattform für wechselnde Autoren, anbieten, die neue Medien bei uns im Haus testen und darüber schreiben“, sagt Berdyszak. Dabei geht es nicht nur um Bücher: Auch DVDs, Konsolenspiele oder Hörbücher sollen getestet werden. „Davon erhoffen wir uns auch einen dauerhaften Kontakt zu Jugendlichen, deren Rat dann auch bei Neuanschaffungen einfließen könnte“, so Berdyszak. Aktuell ist man mit Schulen im Gespräch, um Autoren zu finden.
Bei allen digitalen Aktivitäten muss sich aber kein Nutzer Sorgen machen, dass er die Stadtbibliothek bald nicht mehr ohne Handy und Computer nutzen kann. „Wir alten Bibliotheksfrauen hinter dem Tresen bleiben ja auch“, sagt Traute Jankowski-Seebandt augenzwinkernd. Und schiebt gleich hinterher: „Wir profitieren aber auch von den neuen Inhalten und lernen gerade Einiges dazu.“

>Weitere Infos: www.stadtbibliothek-itzehoe.de


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erstellt am 22.Feb.2017 | 15:57 Uhr

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