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JUgendparlament Itzehoe : „Wir wollen die Stadt bunter machen“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Stadtverschönerung, Fremde-Freunde-Frühstück und die Planung des neuen Domizils – das Itzehoer Jugendparlament hat viel vor.

shz.de von
erstellt am 11.Jul.2017 | 05:10 Uhr

Im Juni wurde Phillip Urban (16) zum neuen Vorsitzenden des Itzehoer Jugendparlaments (JuPa) gewählt, an dessen Spitze er jetzt gemeinsam mit Laura Dombert (19) steht. Seit 1994 setzt sich die Interessenvertretung für die Jugendlichen der Stadt ein. Wir haben die beiden gemeinsam mit Urbans Vorgänger Melvin Schultz (21), der den Vorsitz nach rund drei Jahren aus persönlichen Gründen abgegeben hatte, zum Gespräch getroffen.

 

Welches Thema beschäftigt die Jugendlichen in Itzehoe momentan am meisten?

Schultz: Ganz aktuell geht es um die Skaterbahn am Plantschbecken. Die Stadt hat ein Element weggenommen, da es defekt war. Jetzt ist nur noch die Halfpipe übrig, die für Anfänger schwer zu fahren ist. Deswegen sind die Skater auf uns zugekommen, sie wünschen sich eine neue Ollie-Box und eine so genannte Rail. Das haben wir der Umweltabteilung geschildert, die jetzt Kontakt zu den Skatern aufnehmen will. Bei Themen wie diesen sind wir das Bindeglied zwischen den Jugendlichen und der Verwaltung.

 

Gegenüber der Skater-Anlage entsteht gerade das neue Haus der Jugend. Wie sehr sind die künftigen Nutzer in die Planung einbezogen?

Dombert: Wir waren gerade zu einem Rundgang da. Uns ist es wichtig, dass es genügend verschiedene Räume für die einzelnen Gruppen gibt. Im Keller sollen beispielsweise Proberäume entstehen, die sind sehr nachgefragt. Außerdem wird es dort einen Saal mit einer Bühne für Veranstaltungen und einen Konferenzraum geben, den auch das Jugendparlament nutzen soll. Und mit einem Fahrstuhl wird das Haus barrierefrei.

Schultz: Wir hatten im Vorfeld eine Umfrage durchgeführt, um die Interessen möglichst vieler Kinder und Jugendlicher abdecken zu können.

 

Wo im Stadtgebiet ist das Engagement des Jugendparlaments außerdem sichtbar?

Urban: Die Klosterhofschule will ihren Schulhof neu gestalten. Eines unserer Mitglieder geht dort zur Schule und hat das Thema auf die Tagesordnung gebracht. Wir haben die Vorstellungen dann im Schulausschuss vorgestellt, wo sie jetzt weiter thematisiert werden sollen.

Schultz: Außerdem planen wir ein größeres Projekt unter dem Namen Stadtverschönerung. Ein Vorschlag ist es, einen ÖPNV-Bus von uns gestalten zu lassen, da sind wir bereits mit einem Graffiti-Künstler und einem Busunternehmen in Kontakt.

Dombert: Auch das Projekt Kreidestadt gehört dazu. Dabei sollen Grundschüler mit Kreide die Fußgängerzone verschönern, anschließend wird eine Jury über die kreativsten Werke entscheiden. Wir wollen die Stadt bunter machen.

 

Sind die Jugendlichen in Itzehoe untereinander gut vernetzt?

Urban: Neben unserer Vertretung gibt es den Verein Freiraum, außerdem hat Jugend gegen Aids gerade eine Regionalgruppe bei uns gegründet. Mit denen sind wir gut vernetzt. Und mit IZ-Queer gibt es noch eine weitere Jugendvertretung.

Dombert: Am 1. Juni haben wir das Fremde-Freunde-Frühstück veranstaltet, zu dem alle Schulen, auch die Steinburg-Schule, und insbesondere geflüchtete Jugendliche eingeladen waren. Melvin (Schultz) und ich haben die Veranstaltung moderiert Das war eine gute Möglichkeit zum Kennenlernen.

Schultz: Zur Bundestagswahl ist im September außerdem ein parlamentarisches Frühstück geplant. Wir wollen Politiker einladen, die unseren Wahlkreis im Bundestag vertreten. Es soll gemeinsam gegessen werden, es sind Spiele und Podiumsdiskussionen geplant. Auch so wollen wir uns weiter vernetzen.

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