Entwicklungshilfe : „Wir vertrauen auf Gott“ – in Peru

Wollen in den peruanischen Anden im Projekt „Diospi Suyana“ als Lehrer und Kindheitspädagogin arbeiten und ihre Kinder mitnehmen: Jonathan und Mandy Rosenkranz aus Wrist mit ihren Kindern luana Feline (2) und Jaron Benaja (5 Monate).
Wollen in den peruanischen Anden im Projekt „Diospi Suyana“ als Lehrer und Kindheitspädagogin arbeiten und ihre Kinder mitnehmen: Jonathan und Mandy Rosenkranz aus Wrist mit ihren Kindern luana Feline (2) und Jaron Benaja (5 Monate).

Familie aus Wrist will nach Südamerika auswandern und dort in einem christlichen Hilfsprojekt mitarbeiten.

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02. September 2017, 16:03 Uhr

Sie waren noch nie dort, sprechen auch nicht die Sprache, und es wird für sie ein „großes Abenteuer“ – aber dieses hat einen ernsthaften Hintergrund: Das Ehepaar Mandy (26) und Jonathan (27) Rosenkranz , das in Wrist wohnt, wandert zusammen mit seinen beiden Kindern noch in diesem Jahr nach Peru aus, um bei einem christlichen Entwicklungshilfeprojekt mitzuarbeiten. Jonathan Rosenkranz, in Itzehoe geboren, war zwischenzeitlich zum Studium nach Hessen gezogen und ist nun Gymnasiallehrer für Deutsch und Erdkunde. Seine Frau Mandy ist ausgebildete Kindheitspädagogin, ähnlich der Erzieherin, mit abgeschlossenem Studium.

Als überzeugte Christen sind sie auf der Suche nach der Rolle, die sie in ihrem Leben einnehmen sollen, auf das Projekt „Diospi Suyana“ (Deutsch: „Wir vertrauen auf Gott“) in Peru gestoßen, in dem den Quechua-Indianern mit einem modernen Krankenhaus sowie einer Schule, einem Medienzentrum und mehreren „Kinderclubs“ geholfen wird.
Über Freunde, die dort gearbeitet haben, haben sie erfahren, dass dort dringend auch ein Deutschlehrer und eine Kindheitspädagogin gesucht werden. „Das passte für uns sehr gut zusammen“, freut er sich.

So haben sie sich dort als Freiwillige gemeldet und wurden angenommen. Dafür ist allerdings noch eine größere Vorbereitungszeit nötig, denn sie müssen zunächst einmal Spanisch lernen. „Von sechs Schwierigkeitsstufen brauchen wir die fünfte, damit wir unterrichten dürfen“, so Jonathan Rosenkranz. „Da müssen wir noch einiges machen“, ist er sich bewusst. Um das peruanische Spanisch „Castellano“ zu erlernen, ist der Besuch einer sechsmonatigen Sprachschule in Arequipa von November bis Mai 2018 erforderlich.

Der Komplex mit Krankenhaus, an dem sie tätig sein werden, liegt in Curahuasi im Süden Perus mitten in den Anden auf 2700 Metern Höhe, mittig im Land in der Nähe von Machu Picchu. Allein um sich in dieser Höhe zu akklimatisieren, brauche der Körper ein paar Wochen. In der Einrichtung sind zahlreiche Entwicklungshelfer aus dem Ausland tätig, deren Kinder dort zur Schule gehen. 15 Prozent der Schüler sind Kinder der Angestellten, 85 Prozent des Volksstamms der Quechua. „Der Bedarf an Lehrern ist deshalb riesig.“ Die Schule in der Einrichtung sei sehr modern, die Kinder werden auf Spanisch und in ihrer Heimatsprache, beispielsweise Deutsch, unterrichtet. „Deshalb suchen sie dort einen Deutschlehrer für 20 Kinder. “ Da auch eine „Kindheitspädagogin“ gesucht wurde, „ist die Aufgabe für uns ideal, da wir beide dort unterrichten könnten“, sagt Mandy Rosenkranz. Auch die beiden Kinder, luana Feline (2) und Jaron Benaja (5 Monate) sollen dort zunächst in den Kindergarten, dann in die Schule gehen.

„Wir waren noch nicht in Südamerika, nur mal im Urlaub im Ausland“, so Jonathan Rosenkranz. Deshalb werden sie nun in Vorbereitungsseminaren für alle Eventualitäten fit gemacht und über Risiken, Impfungen und Kultur aufgeklärt.
Über ihr Vorhaben informieren sie nun morgen (10.30 Uhr) im Missionshaus Wrist der Christlichen Gemeinde in einem Lichtbildervortrag.

>Termine: Sonntag, 3. September, 10.30 Uhr, Christliche Gemeinde, Missionshaus Wrist, Bokeler Straße 4: „Diospi Suyana – Familie Rosenkranz auf dem Weg nach Peru“, Donnerstag, 28. September, 19.30 Uhr, Missionshaus: Vortrag Klaus-Dieter John, Internet: www.diospi-suyana.de, www.familie-rosenkranz-in-peru.de.





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