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Norddeutsche Rundschau

24. November 2017 | 10:32 Uhr

„Wir sind enttäuscht“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 30.Mai.2014 | 05:00 Uhr

In einem Schreiben betonen die kommissarische Schulleiterin Ingrid Ludwig und ihre Stellvertreterin Nicole Mayer-Mieck: Anregungen aus Gesprächen zwischen Schulverwaltung und Politik seien von der Schule „sehr ernst genommen“ worden, „wir haben unsere Arbeit darauf ausgerichtet“. Es sei im September 2013 von der Politik – gemeint sind CDU und SPD – versprochen worden, dass der Standort „auf jeden Fall erhalten bleibt“ und dass Möglichkeiten einer Kooperation mit einer anderen Schule angedacht seien. Konkrete Planungen sollten nach Anmeldung der neuen fünften Klassen stattfinden. „Leider hat der Schulträger diesbezüglich mit uns keine Gespräche aufgenommen. Es wurden mit uns keine Kooperationsgespräche geführt!“ Was die Stadt mit anderen Schulen besprochen habe, „ist uns unbekannt“, so Mayer-Mieck auf Nachfrage.

Der in der Ratsversammlung erhobene Vorwurf, dass eine Kooperation mit der Grundschule Wellenkamp von dieser strikt abgelehnt werde, sei „ebenfalls nicht richtig“, heißt es im Schreiben. „Wir nutzen seit mehreren Jahren die Sporthalle und den Sportplatz. Unsere Sonderpädagogen arbeiten an beiden Schulen und tragen zu einem nahtlosen Übergang von der 4. zur 5. Klasse bei.“ Das zeige, dass in den letzten zwei Jahren viel bewirkt wurde, bekräftigt Mayer-Mieck. „Uns wurde leider keine Zeit gelassen, die Kooperation weiter auszubauen.“

Man habe auch mit der Schulleitung der Waldorfschule über eine Nutzung des dortigen Chemieraumes gesprochen. Dies sei aufgrund „logistischer und stundenplantechnischer Probleme“ kurzfristig nicht möglich gewesen. Aber: „Seit zwei Jahren nutzen unsere Schüler die Mensa der Waldorfschule.“

Ludwig und Mayer-Mieck „bedauern sehr, dass wir die aktuellsten Entwicklungen nicht mehr darstellen konnten und die Ratsversammlung und der Schulträger ihre Entscheidung ohne uns getroffen haben“. Zur Sitzung sei die Schulleitung nicht gekommen, weil „uns einfach die Kraft fehlte“, so Mayer-Mieck. Man sei „menschlich und politisch sehr enttäuscht“ worden. „Wir haben so viel Arbeit und Kraft reingesteckt in den zwei Jahren – und dann wurde das hinterrücks beschlossen, ohne mit uns darüber zu reden.“ Das sei auch das, „was uns so ärgert und traurig macht“. Wenn man gemeinsam gesucht, aber keine Lösung gefunden hätte, „wäre es okay gewesen“, so Mayer-Mieck.

Für die Lehrer wäre ein Fortbestehen als Außenstelle „eine gute Lösung“ gewesen. „Es wird hier was fehlen.“ Nichtsdestotrotz werde man nun mit aller Kraft daran arbeiten, das Beste für die Kinder daraus zu machen. „Frau Ludwig und ich werden auch die Schulleitung weitermachen“, betont Mayer-Mieck. „Wir schmeißen jetzt nicht hin!“

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