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Norddeutsche Rundschau

25. September 2017 | 20:51 Uhr

Feuerwehr : „Wir sind die Helden des Alltags“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kreiswehrführer Frank Raether ist zufrieden mit der Arbeit seiner Wehren. Timo Plath rückt als 2. Stellvertreter neu in den Vorstand auf.

Timo Plath (33) wird neuer 2. Stellvertreter in der Kreiswehrführung. Er ergänzt das bisherige zweier Team mit Kreiswehrführer Frank Raether (46) aus Hohenlockstedt und Bernd Pusch (57) aus Wacken. Der Kreis Steinburg ist damit der einzige im Land, der ein Trio an der Spitze der Wehrführung hat. Der Wrister ist Leiter des 90 Mann starken Löschzugs Gefahrgut und zusätzlich als Kreisausbilder tätig. Er sei überzeugt vom System des flächendeckenden Brandschutzes, betonte er vor seiner Wahl. In geheimer Abstimmung erhielt Plath 101 von 131 Stimmen.

Kreiswehrführer Frank Raether sprach auf der Kreisversammlung im Colosseum von einem guten Timing. Der Kreistag werde Ende Juni die Wahl von Plath bestätigen, so dass dieser mit Wirkung vom 1. Juli zum 2. Stellvertreter gewählt werden könne. Der Vorstand wird nicht erweitert, da der Beisitzerposten des Landscheider Wehrführer Thomas Nagel nicht neu besetzt wird. Er stellte sein Amt aus privaten Gründen zur Verfügung.

„Wir sind unserem gesetzlichen Auftrag 2013 wieder in vollem Umfang nachgekommen“, sagte Kreiswehrführer Frank Raether in seinem Jahresbericht in Anwesenheit von Landesbrandmeister Detlef Radtke. Er lobte die enge und gute Zusammenarbeit aller Feuerwehren und Organisationen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene. Größere Brände, schwere Unfälle, gewaltige Stürme und flächendeckende Hochwasserlagen brächten die einzelnen Akteure immer häufiger an ihre Grenzen und forderten deshalb den Einsatz unter einer guten und einheitlichen Führungsstruktur. „Im Feuerwehrbereich sollten wir unsere Potenziale weiter ausbauen.“Dazu gehörten eine Aufstockung des Personals, eine gute Ausbildung, Einsatz modernster Technik und eine Super-Führungscrew. Mit einem optimalen Feuerwehr-Marketing sollte die Mitgliederwerbung intensiviert werden. „Wir genießen das größte Vertrauen in der Gesellschaft. Die Bürger zählen auf uns“, sagte Raether. Es müsse geradezu ein Anreiz sein, dazu zu gehören. „Wir sind ein starkes Team. Wir sind die Helden des Alltags!“

Auch Landesbrandmeister Detlef Radtke maß der Mitgliederwerbung einen hohen Stellenwert bei. Gesprochen werden müsste mit den Arbeitgebern über die Freistellung von Mitarbeitern bei aktuellen Einsätzen und über Ausbildungsplätze für die Jugendfeuerwehrleute. Radtke warb zudem für den 2. bundesweiten Marketing-Kongress am 25. Oktober mit über 250 Teilnehmern im theater itzehoe. Und er brach eine Lanze für die Gründung von Kinderfeuerwehren: „Brandschutzerziehung in den eigenen Reihen ist etwas Wunderbares.“ Allen Feuerwehrleuten dankte er für ihre professionelle Arbeit. Der Landesfeuerwehrverband sei für sie ein starker Dachverband und als kraftvolle Interessenvertretung der Feuerwehren in Wirtschaft, Politik und Verwaltung anerkannt.

Der Itzehoer Wehrführer Peter Happe sprach über das schwere Explosionsunglück in der Itzehoer Schützenstraße zurück. Er dankte allen Einsatzkräften für ihre geleistete Arbeit. „Die Zusammenarbeit war ausgesprochen gut, auch wenn man einen solchen Einsatz nicht üben kann.“ Das bestätigte auch Dirk Tolksdorf vom THW Itzehoe, der die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren als „hervorragend“ bewertete.

Rainer Naudiet als 2. stellvertretender Landrat teilte mit, dass gegenwärtig die Ausschreibung für die Funkgeräte des Digitalfunks laufe und der Kreis zwei Wechsellader-Fahrzeuge für den Katastrophenschutz anschaffen werde. Zwei weitere Fahrzeuge werden über die Städte Itzehoe und Glückstadt gekauft.

Die Feuerwehren im Kreise hatten im vergangenen Jahr 2374 Einsätze, davon 466 Brände, 289 Fehlalarme, 1390 technische Hilfeleistungen und 229 sonstige Einsätze. Der Kreisfeuerwehrverband zählt 5098 Mitglieder. Bei den Jugendfeuerwehren, so erklärte deren Chef Olaf Nagel, laufe es harmonisch und rund. Die Mitgliederzahlen seien mit jetzt 579 nahezu konstant. 25 Nachwuchs-Feuerwehrleute wechselten aus den Jugendwehren in große Wehren.

Kreisjugendfeuerwehrwart Olaf Nagel aus Brokdorf konnte bei seiner Wiederwahl 127 Stimmen bei vier Gegenstimmen für sich verbuchen.

Der von Geschäftsführerin Monika Denker-Hülsemann vorgelegte Jahresabschluss mit einem Umsatz von 673 000 Euro wurde von der Versammlung ebenso gebilligt wie der Haushaltsplan 2014 mit einem Gesamtvolumen von knapp 700 000 Euro.

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