Kanalsanierung in der Viktoriastraße : „Wir haben alles sorgfältig vorbereitet“

Kanalsanierung in drei Bauphasen: Eine genaue Terminierung für die einzelnen Abschnitte gibt es nicht. Der erfahrungsgemäß schwierige Baugrund mit einem sehr hohen Grundwasserstand mache dies nicht seriös möglich, heißt es vom Kommunalservice, der mit 20 bis 40 Tagen Bauzeit pro Abschnitt rechnet.
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Kanalsanierung in drei Bauphasen: Eine genaue Terminierung für die einzelnen Abschnitte gibt es nicht. Der erfahrungsgemäß schwierige Baugrund mit einem sehr hohen Grundwasserstand mache dies nicht seriös möglich, heißt es vom Kommunalservice, der mit 20 bis 40 Tagen Bauzeit pro Abschnitt rechnet.

Ab Mai wird gebaut – der Kommunalservice informiert über Verkehrsführung und Änderungen im Busverkehr.

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13. April 2018, 05:00 Uhr

Es wird vermutlich die Itzehoer Großbaustelle dieses Sommers: Von Mitte Mai bis zirka Mitte August erneuert die Stadtentwässerung das Kanalnetz in der Viktoriastraße in drei Bauabschnitten (wir berichteten). Nun hat der zuständige Kommunalservice weitere Details zu den geplanten Umleitungen und zur Erreichbarkeit der Geschäfte, Behörden und Praxen im Baubereich bekannt gegeben. Auch die geplante Verlegung des ZOB auf die Malzmüllerwiesen nimmt im Detail Gestalt an.

Die gute Nachricht für Autofahrer: Die Einrichtungen in der Viktoriastraße beziehungsweise in den angrenzenden Straßen der Innenstadt bleiben mit Pkw fast durchgehend erreichbar. „Das Parkhaus am ZOB wird in allen drei Bauabschnitten anfahrbar sein“, sagt Bauleiterin Annett Hagner. Und alle Gebäude seien durchgehend zu Fuß erreichbar. Nur der Lieferverkehr mit Lkw sei über die Viktoriastraße während der Bauzeit nicht möglich. „Kleinere Lieferwagen und normale Handwerkerfahrzeuge kommen aber durch.“

Allerdings müssen alle Fahrer Umleitungen in Kauf nehmen. In Bauphase 1 (siehe Grafik oben), ab Mitte Mai, ist der Umweg überschaubar: Über den heutigen ZOB können Autofahrer die Baustelle einfach umfahren. In Bauphase 2, die etwa 20 bis 40 Tage nach Baubeginn Mitte Mai startet, wird es komplizierter: Dann ist für den innenstadtnahen Bereich der Viktoriastraße eine Zufahrt über die Straße An der Post möglich. Wieder verlassen werden die Autos das Gebiet über die Breite Straße Richtung Berliner Platz. In Bauphase 3, ebenfalls wieder 20 bis 40 Tage später, wird der Verkehr dann über die Post- und Karlstraße aus dem Bereich geleitet.

Um diese Verkehrsführung zu ermöglichen, muss der ZOB auf die Malzmüllerwiesen verlegt werden. „Die Busse könnten aber auch nicht durch die Baustelle fahren“, sagt Hagner. Der provisorische ZOB wird etwa die Hälfte des befestigen Platzes entlang der Breitenburger Straße in Anspruch nehmen. Geplant sind eine zentrale Wartezone mit einem Zelt für die Fahrgäste, ein Container zum Ticketverkauf und je ein barrierefreier Ein- und Ausstiegspunkt für Menschen mit Behinderung sowie Wendehammer und Wartezonen für die Busse. Ab Montag, 14. Mai, werden alle Buslinien den neuen ZOB anfahren. Die Viktoriastraße ist per Bus über eine neue Haltestelle an der Adenauerallee in Höhe der Post erreichbar.

Notwendig macht die Kanalsanierung auf insgesamt knapp 500 Metern Länge der schlechte Zustand der Schmutz- und Regenwasserkanäle, erklärt Reiner Kuhr, Betriebsleiter des Kommunalservice. Die Sanierung sei unvermeidlich. Sein Team habe alles sorgfältig vorbereitet, um die Belastungen für Anlieger und Bürger so gering wie möglich zu halten. „Wir haben auch mit Ordnungsamt, Busunternehmen, Stadtmanagement und anderen zusammengesessen, um mit möglichst viel Erfahrung, Probleme im Vorfeld auszuschließen.“ Wenn trotzdem konkrete Probleme auftreten, werde man sich bemühen, diese kurzfristig zu lösen. „Wichtig ist, dass man uns anspricht“, sagt Kuhr. „Dann finden wir auch Lösungen.“

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