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fahrplan : „Wir haben allen Grund stolz zu sein“

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Glückstädter Bürgermeister stellt sich gegen die Kritik am neuen Bahnfahrplan und weist auf verbesserte Anbindung zum Hamburger Hauptbahnhof hin

von
erstellt am 02.Nov.2014 | 16:00 Uhr

Der neue Fahrplan sorgt für Diskussionsstoff. Bürgermeister Gerhard Blasberg grenzt sich ab von Pendler Heiko Schlüter, der wegen seines Engagements für ausreichend Bahnhalte in Glückstadt mit der Ehrenmedaille der Stadt ausgezeichnet worden war.

Schlüter prognostiziert, dass es noch einen Aufschrei geben werde, wenn die Pendler erst einmal realisieren würden, was der neue Fahrplan für sie bedeute. Bürgermeister Blasberg bezieht zur Kritik von Heiko Schlüter auf der Homepage der Stadt Glückstadt öffentlich Stellung. Dort schreibt er: „Es ist sicherlich das gute Recht von Heiko Schlüter, zum Thema NOB-Halt in Glückstadt ausschließlich die Interessen der Pendlerinnen und Pendler nach Hamburg-Altona und damit auch seine eigenen zu verfolgen.“ Politik und Verwaltung müssten aber etwas weiter schauen.

Aus der Sicht des Bürgermeisters habe die engagierte Kampagne, mit der zusätzliche Zugverbindungen und zusätzliche Halte erreicht werden konnten, dem Wohnstandort und damit der Stadt Glückstadt erheblich geschadet, weil immer wieder auf die schlechtere Bahnanbindung nach Hamburg-Altona hingewiesen werde. „Die wirklich gute Neuigkeit, der verbesserte stündliche Anschluss zum Hauptbahnhof, fällt dabei nahezu hinten runter“, kritisiert Gerhard Blasberg. Seiner Meinung nach würden die Vorteile für die Bürger überwiegen: „Wir haben allen Grund stolz darauf zu sein, was in den letzten Monaten erreicht worden ist.“

Die öffentliche Wahrnehmung, so Blasberg, sei jedoch eine andere. Es sei Aufgabe von Politik und Verwaltung, „natürlich nicht von Herrn Schlüter und den anderen Pendlern“, die Stadt Glückstadt als attraktiven Wohnort mit zukünftig noch verbesserter Verkehrssituation in der Metropolregion Hamburg zu präsentieren. „Es geht also nicht nur um eine Imagefrage, sondern um den vielleicht wichtigsten Zukunftsfaktor unserer Stadt, und das Gute ist, diese Geschichte ist auch noch die Wahrheit.“

Auch auf diese Aussagen des Bürgermeisters beziehen sich einige Lesermeinungen, die uns zum Thema Bahnanbindung erreicht haben (siehe unten).

Ab dem 14. Dezember hält in Glückstadt die Nordbahn, die die Züge der Deutschen Bahn auf der Strecke Hamburg-Itzehoe ersetzt. Die Nordbahn fährt stündlich, wobei es mehr Fahrten zum Hamburger Hauptbahnhof gibt als bisher. Gleichzeitig gibt es weniger Halte der Nord-Ostsee-Bahn (NOB). Da die Strecke der NOB seit einigen Tagen ausgeschrieben ist, ist unklar, wie es mit den Halten der NOB weitergeht, und ob sie überhaupt erneut den Zuschlag erhalten wird. Denn nach langer politischer Diskussion ist in der Ausschreibung lediglich eine Option für Halte in Glückstadt angegeben.

Die Angebote der Verkehrsunternehmen müssen bis zum 2. März 2015 eingehen, der Zuschlag soll bis Mitte 2015 erteilt werden. Betriebsstart für die Strecke Hamburg-Westerland ist im Dezember 2016. Will der Gewinner der Ausschreibung keine Stopps in Glückstadt einlegen, dann würde nur noch die Nordbahn halten.

Auf der Bahnstrecke Hamburg-Altona – Westerland sind laut Verkehrsservicegesellschaft täglich rund 18 000 Fahrgäste unterwegs.

>Die Stellungnahme des Bürgermeisters ist zu finden auf www.glueckstadt.de unter Verwaltung & Politik, Unterpunkt: Verwaltung.


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