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„Wir freuen uns schon auf neue Flüchtlinge“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2016 | 11:14 Uhr

In St. Margarethen kümmern sich aktuell 30 Helfer um die in der Gemeinde untergebrachten Flüchtlinge. Sie richten Wohnungen ein, stehen mit Rat und Tat zur Seite, täglich werden Deutschkurse angeboten. Jeden Freitag ist zudem von 16 bis 18 Uhr das Internationale Café im Dolling Huus geöffnet, das mit durchschnittlich 40 Teilnehmern auch stets gut besucht sei. „Dabei lernen die Menschen auch die Sprache“, betonte Helmut Lau die Bedeutung solcher Begegnungsstätten. Als Vorteil sieht er es an, dass in der Gemeinde vorwiegend Familien untergebracht seien. „Was die Helfer machen, bekommen sie auch wieder zurück“, spüren Lau und seine Mitstreiter große Dankbarkeit. Was derzeit dringend aber fehle, seien Fahrräder.

In Wewelsfleth ist das Internationale Café im Pastorat jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat ab 16 Uhr geöffnet. Für die dort derzeit 18 aktiven Helfer berichtete Silke Pahl ebenfalls von einer großen Bandbreite an Aktivitäten, die von persönlicher Betreuung über Fahrten zu Ärzten und Behörden bis zum Betrieb einer Kleiderkammer reichen. Drei Mal pro Woche wird in Wewelsfleth Sprachunterricht angeboten. Als nicht immer einfach erweise sich das Angebot zum Mitmachen in örtlichen Vereinen. „Da muss man die Leute manchmal echt an die Hand nehmen und abholen.“

15 Helfer stehen aktuell zehn aus Afghanistan gekommenen jungen Leuten in Brokdorf zur Seite. „Wir haben noch Kapazitäten frei“, sagte Olaf Stahl. Zweimal die Woche gebe es in Brokdorf Sprachkurse vor Ort. Ansonsten laufe die Integration auch hier stark über die Vereine. „Die sind sehr sportbegeistert und trauen sich selbst auch mal selbst etwas“, berichtete Stahl von guten Erfahrungen. Sein Fazit: „Wir sind gut vorbereitet.“

Das gilt offensichtlich auch für Beidenfleth, wo derzeit vier männliche Flüchtlinge leben. „Wir haben ihnen einiges gezeigt und jetzt machen sie fast alles selbstständig“, so Friedhelm Peetz und nannte ein Beispiel: „Wir haben Fahrräder besorgt und diese dann gemeinsam auf dem Bauhof instand gesetzt.“ Peetz schloss: „Wir freuen uns schon auf neue Flüchtlinge.“

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