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Steinburger Volkshochschulen : „Wir befinden uns auf positivem Kurs“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Rekordjahr für die Volkshochschulen im Kreis Steinburg: 2015 besuchten noch mehr Teilnehmer die Kurse.

von
erstellt am 11.Aug.2016 | 17:08 Uhr

Die zehn Steinburger Volkshochschulen blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück 2015 zurück. „Wir befinden uns auf einem positiven Kurs“, sagte Landrat Torsten Wendt, der auch Vorsitzender des Kreisvolkshochschulvereins ist. Mit 1259 Kursen für Erwachsene ist der Rekordwert aus dem Jahr zuvor noch einmal leicht gesteigert worden. „Das ist eine ganz tolle Bilanz. Darauf können wir mit Recht stolz sein.“

Eine deutliche Steigerung (15,9 Prozent) gab es bei den Unterrichtsstunden auf fast 30 000. Auch das ein Rekordergebnis. Positiv entwickelte sich darüber hinaus der Kinderbereich. Gab es hier 2014 noch einen Rückgang um sieben Prozent, so meldete die VHS diesmal einen Zuwachs um zwölf Prozent auf 157 Kursen. Die Anzahl der Unterrichtsstunden stieg auf 5541. „Gegenüber 2014 trat eine erhebliche Verbesserung von 84 Prozent ein und begründet die Hoffnung, dauerhaft dem Abwärtstrend erfolgreich begegnet zu sein“, so Wendt in seinem Geschäftsbericht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Nachfrage nach Kursen im Bereich Kultur und Gestalten am größten, gefolgt von Kursen aus den Gebieten Gesundheit, Sprachen sowie Arbeit und Beruf.

Insgesamt besuchten 13  199 Teilnehmer die Kurse und Veranstaltungen der zehn Einrichtungen. „Die höchste Teilnehmerzahl seit zehn Jahren“, kommentiert der Vorsitzende. Unterrichtet wurden sie von 430 Dozenten.

Stark engagiert hätten sich die kommunalen Volkshochschule auch in der Flüchtlingsarbeit, betont Wendt. In diesem Zusammenhang lobt er das Zusammenspiel mit der Verwaltung, „das Hand in Hand gut geklappt“ hat. Notwendig für die Integration der Zuwanderer sei eine systematische und professionelle Sprachförderung als Grundlage, um sich in der deutschen Gesellschaft orientieren zu können und einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden. „Aber auch die Aufnahmegesellschaft ist über die erste spontane Hilfsbereitschaft hinaus gefordert.“ Es gelte, den Menschen Raum und Heimat zu geben, sich für Neues zu öffnen, gesellschaftliche Veränderungen zu akzeptieren und zu gestalten. „Begreifen wir Einwanderung auf der Basis unserer demokratischen und rechtsstaatlichen Ordnung als Chance.“

Als neue Aufgabe wird der Kreisvolkshochschulverein demnächst die Trägerschaft über den noch zu gründenden Pflegestützpunkt übernehmen. Die Würfel sind zwar gefallen, aber der Kreistag muss bei seiner nächsten Sitzung noch den offiziellen Beschluss fassen, sagte Vereins-Geschäftsführer Manfred Hauptmann. „Am 1. Januar 2017 werden wir dann vermutlich loslegen können.“ Bis dahin soll auch das Personal, eine Kraft für die Beratung und eine Halbtagsstelle im Büro, zur Verfügung stehen.

Vor den Regularien verabschiedete der stellvertretende Kreisvorsitzende Lothar Schülke mit Gerrit Heimsoth ein Urgestein der Steinburger Volkshochschul-Szene. 27 Jahre habe er sich für die VHS Krempe und den Kreisverein engagiert. „In Stadt, Land und Kreis warst Du hoch geschätzt, Dein Wort hat gezählt.“ Leider müssten die Volkshochschulen jetzt auf seine „kompetenten Ratschläge“ verzichten. Als freiberuflicher Ehrenamtlicher sei er jedoch stets willkommen, beendete Schülke seine Laudation.

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