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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 01:47 Uhr

Feuer : Winterfutter für die Schafe verbrannt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein Feuer im Ortsteil Schleuer in Kollmar ruft die Feuerwehr auf den Plan. 1000 Heu- und 150 Strohballen gehen in Flammen auf. Der Besitzer, der versucht hatte, selbst zu löschen, verletzt sich leicht.

Im Kollmaraner Ortsteil Schleuer hat es Sonnabendnachmittag gebrannt. Dort wurden auf dem weitläufigen Anwesen einer Gärtnerei rund 1000 als Winterfutter für Schafe vorgesehene Heuballen ein Raub der Flammen. Nach Angaben des geschädigten Kollmaraners wurden außerdem 150 Strohballen vernichtet.

Die kurz nach 16.30 Uhr alarmierten Feuerwehren aus Kollmar-Bielenberg, Langenhals und Glückstadt konnten bei der hohen Brandlast sowie der schwierigen Löschwasserversorgung nicht viel ausrichten und ließen den rund 300 Quadratmeter großen halbrunden Treibhaus-Folientunnel mehr oder weniger kontrolliert abbrennen. Dies war nur möglich, weil von dem Feuer aufgrund des vorherrschenden Südwindes keine Gefahr für die teilweise reetgedeckten Gebäude in der Nachbarschaft ausging. Qualm und Funkenflug wurden über die weiten Felder in Richtung Glückstadt getrieben.

Wie die Polizei mitteilte, befand sich der Kollmaraner gerade auf der nahen Weide, als er den Brand bemerkte. Er versuchte noch, die kokelnden Strohballen aus dem Treibhaus auf die Weide zu ziehen. Vergeblich. Als ihm durch Hitze bereits flüssig gewordene Plastikfolie auf den Arm tropfte, brach er seine Rettungsaktion ab und alarmierte die Feuerwehr. Auch der Rettungsdienst eilte zum Schleuer und kümmerte sich kurz darauf um die erlittenen Brandblasen des Kollmaraners. Währenddessen kümmerten sich rund 40 Feuerwehrleute um den Aufbau der mehrere hundert Meter langen Löschwasserversorgung zwischen Hydranten am Schleuerdeich beziehungsweise Landweg und dem Brandobjekt. Erst zehn Minuten nach Eintreffen der Brandbekämpfer spritzte das erste Löschwasser aus den Strahlrohren. Nach einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Mit Hilfe von Traktoren wurden die Heu- und Strohballen auseinander gefahren und gründlich abgelöscht. Die Brandursache sowie die Höhe des entstandenen Sachschadens standen gestern noch nicht fest. Wie die Polizei mitteilt, gibt es in dem Verschlag eine Stromleitung. Möglicherweise kann ein Kurzschluss für das Feuer ursächlich gewesen sein. Eine Heuselbstentzündung dürfte nach Einschätzung des Geschädigten nicht in Frage kommen. „Das Stroh war knochentrocken“, sagte der Kollmaraner. Auch eine Brandstiftung scheidet nach Angaben der Polizei aus.

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