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Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 11:24 Uhr

Windpark-Stiftung schüttet aus

vom

Insgesamt 13000 Euro aus der Repowering Stiftung der Windpark Brunsbüttel GmbH fließen in soziale Projekte in der Stadt

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Brunsbüttel | Etwas für die schwächsten in der Gesellschaft, die Kinder, tun, hat sich die Repoweringstiftung der Betreiber des Windparks Brunsbüttel auf die Fahnen geschrieben. Ende 2010 wurde die Stiftung mit einer Einlage von 420 000 Euro auf den Weg gebracht. Gestern brachte Rainer Newe ein pralles Spendenpaket in die Schleusenstadt. Insgesamt 13 000 Euro fließen verschiedenen Projekten in Brunsbüttel zu.

Vor drei Jahren wurde der Windpark an der B5 repowert. Seitdem erzeugen dort 18 Anlagen mit insgesamt 36 Megawatt Leistung jährlich rund 90 Millionen Kilowattstunden Strom. Damit ließen sich etwa 23 000 Haushalte mit elektrischer Energie versorgen, rechnete Rainer Newe vor. Der Geschäftsführer des Windpark-Betreibers Denker & Wulf AG hatte vor drei Jahren mit seinem Kollegen Peter Twiesselmann die Idee zur Stiftung. Die 40 Gesellschafter des Windparks unterstützten diesen Vorstoß. Inzwischen wünscht sich Newe am Kapitalmarkt deutlich höhere Zinsen, als derzeit für Geldanlagen gezahlt werden. Denn eigentlich hätte die gestern überbrachte Spendensumme nur 10 000 Euro betragen. "Das hätte für einige der Projekte unterm Strich zu wenig gebracht", betonte Newe. Also legte die in Sehestedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ansässige Denker & Wulf AG noch einmal 3000 Euro drauf.

Davon profitiert nun der evangelische Kindergarten Paulus Süd mit 1500 Euro. Geld, mit dem ein Gemüsegarten an der Kita angelegt werden soll. 2000 Euro bekommt der Jugendtreff auf der Südseite. Das Geld fließt in eine im Herbst geplante Bildungsreise nach Berlin (wir berichteten). Ebenfalls 2000 Euro bekommt das Gymnasium. Dort sollen Instrumente für die neue Bläserklasse angeschafft werden. Mit 3500 Euro wird der Schulverein für Betreuungsangebote an Brunsbütteler Schulen unterstützt. Unter anderem werden so Mittagessen für Schüler aller Brunsbütteler Bildungsstätten finanziert, die ins Förderzentrum kommen. Und 4000 Euro für den gleichen Zweck erhält der Schulverein der Boy-Lornsen-Grundschule. "Es ist ein Versuch, im Kleinen etwas zu bewegen", erklärte Newe das Engagement der Windmüller.

Er unterstrich, dass Denker & Wulf mit einer solchen Förderung sozialer Projekte nicht alleine dastehe. Auch andere Windpark-Betreiber unterstützten an ihren Standorten entsprechende Einrichtungen.

Die Spendenübergabe fand im Förderzentrum statt. Dort besteht das schulartübergreifende Nachmittagsangebot und dort wird auch täglich Mittagessen an Kinder aller Schularten der Schleusenstadt ausgegeben. Gerade deshalb seien Spenden auch sehr wichtig, freute sich Schulleiterin Christin Scharge. Denn manche der Kinder könnten sonst aus finanziellen Gründen gar nicht an dem Mittagsangebot teilnehmen.

Seit zehn Jahren bietet das Förderzentrum daneben einen betreuten Nachmittag an, zu dem auch eine feste Lernstunde für Hausaufgaben oder beispielsweise die Vorbereitung von Referaten gehört. Seit sechs Jahren sind Regionalschule und Gymnasium mit im Boot. "Für einige Schüler werden wir so über die Jahre sogar zu einer Art Ersatzfamilie", beschreibt Christin Scharge die Bedeutung dieser Einrichtung.

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