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Nur 1406 MühlenUmdrehungen : Wind fehlte – Flügel standen oft still

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Trotzdem durchweg positive Jahresbilanz beim Förderverein Bockmühle Honigfleth. Sönke Tiedemann neuer zweiter Vorsitzender.

von
erstellt am 22.Feb.2014 | 08:16 Uhr

„Wir haben im vergangenen Jahr nur 1406 Mühlenumdrehungen geschafft“, berichtete Vorsitzender Helmut Sievers während der Jahresversammlung des Fördervereins Bockmühle Honigfleth. Der Grund: „Wir hatten wenig Wind.“ Der setzte erst im Herbst so richtig ein, so dass die Mühlenflügel noch einige Umdrehungen schafften, aber deutlich unter dem Gewohnten blieben. 2012 waren es fast 4000 Umdrehungen gewesen, im Jahr davor sogar deutlich über 6000. Positiv: Das Wahrzeichen der Wilstermarsch lockt nach wie vor viele Besuchergruppen. Damit Mühlenwart Wolfgang Möller ihnen die Arbeitsweise der Schöpfmühle demonstrieren kann, bedarf es glücklicherweise nicht mehr des Antriebs durch den Wind. Seit der Nachbau der archimedischen Schnecke nahe der Mühle steht, kann der Mühlenwart daran die frühere Entwässerungsfunktion erläutern. Per Knopfdruck setzt er sie dafür in Gang. Allerdings bedauerten sowohl Wolfgang Möller als auch Helmut Sievers, dass im vergangenen Jahr keine Schulklassen kamen, um sich über die historische Mühle und ihre einstige Arbeitsweise zu informieren.

Dass die geschichtliche Bedeutung der denkmalgeschützte Mühle für die Wilstermarsch geschätzt wird, macht „der tolle Spendenzuspruch von vielen Mühlengönnern“, deutlich, unterstrich Helmut Sievers. Gleichzeitig lobte er das Engagement der Mitglieder, die auch viel in Eigenleistung dazu beitrugen, dass die Mühle und ihre Umgebung gepflegt werden. Besonders hob er den Einsatz der Jugendgruppe unter der Leitung von Peter Schütt hervor. In seinem Jahresrückblick ging er auf die Veranstaltungen ebenso ein wie auf die notwendigen Arbeiten. Besonders aufwendig war die Instandsetzung von Tunnelgewölbe und Wasserumlaufkanal in Absprache mit dem Denkmalschutz. Kosten von über 4000 Euro konnten durch Zuschuss der Denkmalpflege und durch eine Spende der Sparkassen-Stiftung fast komplett gedeckt werden. Veranstaltungshöhepunkt war wie in jedem Jahr der Mühlentag am Pfingstmontag. Ein Erfolg, den der Förderverein Bockmühle mit dem Förderverein der Rumflether Mühle Aurora teilte. Dabei hob Sievers auch den guten Kontakt zwischen beiden Vereinen hervor. Einen Schreck gab es im Herbst, als sich an der Flügelachse ein Eisenring gelöst hatte und verrutscht war. Spezialist Tischlermeister Sönke Sievers, selbst auch Fördervereinsmitglied, hatte mit seinem Team den Schaden in wenigen Tagen behoben. In dem Zusammenhang wurden auch die Flügelbalken begutachtet, wobei ein Flügel ausgebessert und die anderen Flügel stabilisiert werden mussten. Ein Problem hat der Förderverein noch immer mit den Hinterlassenschaften und der Zerstörungswut einiger Zeitgenossen am Pavillon. Der dortige Schaukasten wurde erneut demoliert und viel Müll wurde zurück gelassen. Dafür freute sich Helmut Sievers aber über aktuell 70 Mitglieder, darunter 16 Jugendliche.

Nach Kassenbericht und Vorstandsentlastung folgten die Wahlen. Der stellvertretende Vorsitzende Michael Reimers – vier Jahre im Vorstand – und Schriftführerin Ute Brümmer – Gründungsmitglied und seit 1997 dem Verein treu – kandidierten nicht wieder. Neuer Stellvertreter wurde Sönke Tiedemann. Für den Schriftführerposten gab es keinen Vorschlag, kommissarisch hat darum Kassenwart Ralf Glückstadt für ein Jahr das Amt übernommen. Kassenprüfer wurde Manfred Boll.

Helmut Sievers bedankte sich bei Michael Reimers und Ute Brümmer für ihr Engagement. Besonders würdigte er das Wirken des ehemaligen Landrechter Bürgermeisters Paul Harder, der leider nicht an der Versammlung teilnehmen konnte, für die Mühle und den Förderverein.

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