Neujahrsempfang : Wilstermarsch wirbt um Neubürger

Bürgermeister Walter Schulz (l.)  und Amtsvorsteher Helmut Sievers begrüßten die Gäste zum Neujahrsempfang im Neuen Rathaus.
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Bürgermeister Walter Schulz (l.) und Amtsvorsteher Helmut Sievers begrüßten die Gäste zum Neujahrsempfang im Neuen Rathaus.

Zahlreiche Gäste erlebten den gemeinsamen Neujahrsempfang von Stadt und Amt in Wilster. Dabei warben die Redner um Neubürger für die Marsch.

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29. Januar 2018, 05:20 Uhr

80 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden sowie zahlreiche Privatpersonen hatten sich gestern Mittag zum gemeinsamen Neujahrsempfang der Stadt Wilster und des Amtes Wilstermarsch im Spiegelsaal des Rathauses versammelt. Amtsvorsteher Helmut Sievers und Bürgermeister Walter Schulz hießen die Gäste willkommen. Musikalisch begleitete Christian Johannsen den Empfang mit seinem Cello.

Angesichts der Einwohnerzahlen von 4441 in der Stadt und von 6761 im Amtsbereich bezeichnete es Helmut Sievers als besonders wichtig, weiterhin Ideen und Maßnahmen zu entwickeln, um Neubürger in der Stadt und den 14 Gemeinden des Amtes anzusiedeln. Beispielhaft nannte er das Wewelsflether Neubaugebiet mit 30 Grundstücken sowie neue Bebauungspläne für Brokdorf mit weiteren 30 und in Nortorf mit sieben Grundstücken.

Rückläufig seien die Flüchtlingszahlen in der Region. Von 106 Asylbewerbern Ende 2017 sei deren Zahl auf aktuell 76 Personen gesunken, von denen 60 in der Stadt Wilster ansässig seien. Stolz blickten Amtsvorsteher und Bürgermeister auf die verbesserte Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren. Investitionen seien in St. Margarethen für ein Kleinspielfeld sowie in Büttel für ein Gästehaus neben dem Dorfkrug geplant. Als wichtige Projekte verwies Helmut Sievers auf das Breitbandnetz, an dessen Finanzierung sich die Gemeinden und das Amt beteiligten. In Beidenfleth und Wewelsfleth seien die Ortsentwicklungsplanung aktuell, wie auch Maßnahmen für die touristische Infrastruktur an der Wilsterau durch Fördermittel unterstützt würden.

Für Wilsters Bürgermeister Walter Schulz spielt die angespannte Finanzlage der Stadt bei allen Projekten eine große Rolle. So gelinge es nach wie vor nicht, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Sein Appell: „Wir müssen Rahmenbedingungen für die Kommunen zu schaffen, die eine auskömmliche und angemessene Daseinsvorsorge vor Ort ermöglichen.“

Im Bereich des Schulwesens habe der Schulverband Wilstermarsch den Planungsauftrag für einen Ersatzneubau des Hauptgebäudes der Wolfgang-Ratke-Schule Wilster vergeben. Er kündigte an, dass das sanierte Wilstermarsch-Stadion vom 27. bis 29. April offiziell eingeweiht werden solle. Der mittlerweile vom SV Alemannia geräumte Sportplatz Brook solle als neue Wohnungsbaufläche weiterentwickelt werden. Und für ein Wohnungsbauprojekt soll das jetzige Gelände des Wasserverbandes Unteres Störgebiet zwischen Stadtmühlenweg und Mühlenstraße genutzt werden. Der Verband will seinen Firmensitz von Wilster nach Breitenburg-Nordoe verlegen.

Neben der Planung für die Sanierung des Sportplatzes Büttel und der Sanierung der Schleuse Kasenort beschäftige man sich in Wilster auch mit der Vorbereitung eines weiteren Neubauvorhabens. So solle am jetzigen Standort des Bauhofs eine neue Feuerwehrzentrale entstehen. Walter Schulz zollte der örtlichen Feuerwehr Dank und Anerkennung für die ehrenamtlich geleistete Bereitschaft, „uns allen im Notfall bei Feuer oder Unfall zu Hilfe zu kommen“.

Schließlich verwies der Bürgermeister auf die Pläne für das ehemalige Wandmaker-Gelände an der Neuen Burger Straße. Dort sollen im Frühjahr die Abrissarbeiten beginnen, ehe der Neubau für die Glückstädter Werkstätten gestartet werden könne. Große Erwartungen verknüpft der Bürgermeister auch mit der „intelligenten Ampel“ in der Rathausstraße. Sie werde noch in diesem Jahr vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr aufgebaut. Das Land werde die Kosten übernehmen.

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