Rate-Erfolg : Wilsteraner Pastorin gewinnt Leuchte des Nordens

Nach einem spannenden Finale: Telse Möller-Göttsche mit der Leuchte des Nordens.
Nach einem spannenden Finale: Telse Möller-Göttsche mit der Leuchte des Nordens.

Telse Möller-Götsche über ihr Quizshow-Erlebnis: „Egal, ob man gewinnt oder verliert – es macht Spaß.“

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05. Dezember 2014, 12:00 Uhr

„Eigentlich bin ich in Schätzfragen gar nicht so gut“, meint Pastorin Telse Möller-Göttsche schmunzelnd. Doch diesmal sollte das ihre Stärke sein: Bei der Stechfrage im „Pastoren-Duell“ in der NDR-Quizshow mit Moderator Alexander Bommes kam Telse Möller-Göttsche der Zahl der mehr als 8500 Orgelpfeifen der St.-Marien-Orgel in Lübeck mit 2000 am nächsten. Ihr Gegenspieler, der Hamburger Pilgerpastor Bernd Lohse, hatte auf nur 800 getippt. Da stand die Siegerin und somit die Wilsteranerin als Gewinnerin der Leuchte des Nordens fest. Damit verbunden ein Wohlfühlwochenende im Vitalhotel Alter Meierhof in Glücksburg.

Insgesamt beteiligten sich fünf Pastoren aus den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern an der Quizshow. „Wir haben uns alle auf Anhieb gut verstanden, fühlten uns nicht direkt als Konkurrenten.“ Außerdem sei der Moderator so sympathisch „wie er auch beim Fernsehzuschauer rüberkommt“ und sehr unkompliziert. Das machte das Erlebnis Quizshow zu einer lockeren, aber auch spannenden Erfahrung. Alles begann mit dem Anruf des NDR, der Frage, ob sie Lust hätte mitzumachen und der Einladung zum Casting nach Kiel. Schon das war interessant – und zwei Wochen später sollte es noch aufregender werden. Da nämlich folgte die Aufzeichnung der Quizshow in Hamburg. „Man hätte eine Begleitperson mitbringen können, aber ich war alleine da.“ Ihr Mann und ihre Söhne mussten arbeiten. Und vor dem Quiz lag eine lange Vorbereitungszeit. Um 12 Uhr musste sie da sein, um 17 Uhr wurde mit der Aufzeichnung begonnen. „Aber man braucht auch die Zeit.“ Mit Maske, Garderobe und Probelauf, um mit dem Buzzern und dem Eingeben der Zahlen vertraut zu werden, verging die Zeit fast wie im Flug. „Dann ging es auch schon los.“ Das Studio sei klein – und wenn die Sendung starte, „denkt man gar nicht dran, dass man im Fernsehen ist. Das blendet man schnell aus“. Mit einer guten Portion Gelassenheit standen alle fünf Kandidaten hinter ihren Pulten.

Beim Einstieg ins Quiz-Geschehen legte Telse Möller–Göttsche schon beachtlich vor. In der ersten Runde werden sechs Fragen über die Region, aus der der jeweilige Kandidat kommt, gestellt. Fünf davon beantwortete sie. „Die sechste hätte ich eigentlich auch gewusst“ – der Mönchsweg wäre die Antwort gewesen, die Fragestellung habe sie aber etwas irritiert. Erst kurz vorher hatte sie sich mit dem Hamburger Pastor sogar noch über den historischen Weg unterhalten. Kein Problem, denn die fünf ersten Punkte brachten die Wilsteraner Pastorin schon ein gutes Stück nach vorne. „Im Mittelteil habe ich dann allerdings etwas geschwächelt“, räumt sie ein. Die anderen Pastoren holten auf, Pastor Bernd Lohse ging in der dritten Runde, als es für die richtige Beantwortung einer Frage gleich drei Punkte gab, in Führung. Bei falscher Antwort wurde ein Punkt abgezogen. Pastor Lohse hatte bei der entscheidenden letzten Frage 22 Punkte, Pastorin Möller-Göttsche 19. Der Hamburger zögerte, als es um den Autor des Gedichts Tannengeflüster ging. Dabei hätte er selbst bei einer falschen Antwort noch vorne gelegen und gesiegt. Alexander Bommes forderte schmunzelnd seine Kandidaten auf, dass doch einer mal den Buzzer drücken möge, was Telse Möller-Göttsche dann auch tat. „Ich war mir nicht ganz sicher.“ Mit ihrer Antwort James Krüss lag sie dann aber richtig, erhielt dafür drei Punkte und lag mit Bernd Lohse gleichauf – der übrigens auch auf James Krüss hätte tippen wollen, wenn er sich denn schneller entschieden hätte, zu drücken. Damit wendete sich das Blatt noch einmal, beide mussten zum Stechen antreten. Als es um die Zahl der Orgelpfeifen ging, dachte die Wilsteraner Pastorin an Kantor Hartwig Barte-Hanssen, der die Pfeifen der Bach-Orgel in der St. Bartholomäus-Kirche mit rund 3000 Pfeifen beziffert. Sie sei sich aber nicht sicher gewesen, ob eine spezielle, vielleicht auch kleinere Orgel gemeint sei. Darum ihre Entscheidung für die Zahl 2000.

Telse Möller-Göttsches Fazit zur Quizshow-Erfahrung fällt ausgesprochen positiv aus: „Egal, ob man gewinnt oder verliert; es macht Spaß, mal dabei zu sein und zu sehen, wie sowas gemacht wird.“

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