Sicherheit im Schwimmbad : Wilster: Zu Schwimmflügeln keine Alternative

 Ohne Schwimmflügel geht im Hallenbad für Nichtschwimmer künftig nichts mehr. Das gilt auch für Erwachsene, die sich nicht sicher über Wasser halten können.
Ohne Schwimmflügel geht im Hallenbad für Nichtschwimmer künftig nichts mehr. Das gilt auch für Erwachsene, die sich nicht sicher über Wasser halten können.

Nichtschwimmer müssen Hilfen anlegen – Kinder ebenso wie Erwachsene.

shz.de von
08. November 2018, 10:14 Uhr

Zum Tragen von Schwimmflügeln gibt es für Nichtschwimmer keine Alternative. Das betonte der Chef der Stadtwerke Wilster, Michael Schjut, jetzt noch einmal in einer Sitzung des Werkausschusses. Dort war das Thema ein weiteres Mal kurz hochgekocht, nachdem die neue Verordnung für das städtische Hallenbad offenbar reichlich Wellen geschlagen hatte. Ratsmitglieder berichteten von Diskussionen unter den Badbesuchern wie auch in den sozialen Netzwerken.

Die Pflicht zum Tragen von Schwimmflügeln – im Zweifel auch für ältere Kinder und Jugendliche oder auch für Erwachsene – war verordnet worden, weil die Werkleitung nicht die Verantwortung für folgenschwere Unfälle übernehmen will. Im Ausschuss suchte man vergeblich nach einem anderen Begriff für Schwimmflügel. „Was ist mit diesem Schaumstoffzeug für Nichtschwimmer“, hakte Andreas Prüß (CDU) noch einmal nach. Schjut kam allerdings auch nach Rücksprache mit seinem Hallenbadpersonal zu der Erkenntnis: „Es gibt kein anderes Hilfsmittel, das fest am Körper anliegt und sicherstellt, dass der Kopf stets oberhalb der Wasserlinie bleibt.“ Ausnahmen könnten nur bei Gruppen mit eigenem Aufsichtspersonal wie beispielsweise Kursleitern in Frage kommen. „Aber wo wir die Verantwortung tragen, steht der Begriff Schwimmflügel.“ Im Zweifel müssten Eltern oder Betroffene ihren Verzicht darauf schriftlich erklären.

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