Spaß auf Wasser : Wilster-Aurallye: Wischmöpse siegen

Sieger Jugend:  Die „Nortorfer Banditen“ mit Janus Looft (rechts) und Matti Wiese.
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Sieger Jugend: Die „Nortorfer Banditen“ mit Janus Looft (rechts) und Matti Wiese.

Großer Spaß mit ausgefallenen Flöße / Extreme Hitze: Weniger Zuschauer als in den Vorjahren

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21. Juli 2014, 05:00 Uhr

De „Wischmöpse und ihre Lappen“ haben ihren Vorjahressieg wiederholt. Auch am Sonnabend wurde ihr Floß bei der 9. Wilster-Aurallye von der vierköpfigen Jury als das originellste Wasserfahrzeug bewertet. Die Crew hatte ihr Motto „Und jetzt wird geheiratet“ am besten umgesetzt. Kein Wunder: am Vormittag hatte sich das Hochzeitspaar Ronny und Belinda Wencke – beide hatten offiziell schon am 21. Juni geheiratet – noch einmal trauen lassen. Die Trauung nahm der Kapitän des „Wischmöpse“-Floßes in feierlicher Zeremonie vor. Die Moderation der Veranstaltung hatte auch diesmal wieder Rainer H. übernommen.

Auch die beiden nächstplatzierten Flöße können sich sehen lassen: Auf Platz 2 das Team „Die Drögen“ aus dem Haus Elim und auf Platz 3 „De Fründs vun de Sweetstuuv“. Das Elim-Team hatte auf ihrem Floß „Copacabana“ die Fußball-WM in Brasilien mit einer Nachbildung der Christus-Figur zum Thema gemacht, während die Saunafreunde unter dem Motto „Das rosa kleine Etwas“ mit einem schwimmenden Retro-Badehaus für Heiterkeit beim Publikum sorgten.

An den Start gingen insgesamt zwölf Flöße in fünf Rennen auf der gut 500 Meter langen Rallyestrecke der Wilsterau in Höhe Kathen zwischen Wilster und Kasenort. Die sommerliche Hitze mit Temperaturen von 33 Grad schmälerte in diesem Jahr die Besucherzahl. Deutlich weniger Zuschauer als sonst üblich verfolgten das Spektakel vom Ufer aus. Die Kinder vergnügten sich auf einer Wackener WOA-Hüpfburg, ließen sich unter einem Pavillonzeltdach bunt schminken, nutzten aber ein Rodeo-Reiten auf einer elektrisch betriebenen Holzbullen nur in kleiner Zahl. Ein Glücksrad, eine Wasserrutsche und eine Kletterleiter rundeten das Programm ab. Ein Kanuverleih bot die Gelegenheit, die Floßrallye hautnah zu begleiten. Eindrucksvoll waren die Darbietungen einer Hamburger Gruppe auf drei superschnellen Wassermotorrädern, die zwischen den Rennen Vollgas gab.

Die Wilster-Aurallye begann am Mittag mit Warm-up-Spielen für die Floß-Teams. In Schlauchbooten schipperten sie quer über die Au und mussten während der Fahrt ihre Kleidung tauschen, um danach nur per Handbetrieb an den Start zurück zu paddeln. Die fünf Rennen eröffneten die beiden Jugendteams. Den Sieg holten sich die „Nortorfer Banditen“ vor den „WM-Siegern“. Das Motto „schnell und bunt“ hatten Janus Looft und Matti Wiese mit blühenden Hortensien und anderen Pflanzen als Bordschmuck am besten umgesetzt. Die Jugendlichen wurden mit Medaillen und Urkunden ausgezeichnet und mit Eisgutscheinen beschenkt.

Das zweite Rennen entschieden „Die Dithmarscher“ mit einem Flower-Power-Floß vor dem Team Smart für sich. Gleich drei Flöße gingen im dritten Rennen an den Start. Dabei gingen die „Fründs vun de Sweetstuuv“ als erste durchs Ziel. Den zweiten Platz belegte die „Trinkvereinigung Uhrendorf“ mit einem originellen Nachbau der Störfähre Else. Auf dem dritten Platz beeindruckte der Cola-Carolus-Club aus Brokdorf mit einem schwimmenden Riesen-Trecker vom Typ „08/15 XXL“ und Viehanhänger. Ebenfalls drei Flöße traten im vierten Rennen an. Dabei siegten die „Biberbrüder“ vor „Flo’s Floßschmiede“ und den „Wischmöpsen“. Das fünfte Rennen entschieden erwartungsgemäß „De Drögen“ aus dem Haus Elim für sich vor der 20-köpfigen Besatzung des monströsen Floßes „Blue Ice“ als „Containerschiff der guten Laune“. Beim Zieldurchlauf warteten noch zwei Spiele auf die Teams, bei denen sie zusätzliche Punkte verbuchen konnten. Sie mussten zunächst drei Tennisbälle in einen auf dem Wasser schwimmenden Leuchtturm werfen, um danach – von einem Bungeeseil gebremst – möglichst viele Bierflaschen zu verschließen.

Unabhängig von der Zeit während der Rennen war es für die Jury keine leichte Aufgabe, die Flöße für die Gesamtplatzierung zu bewerten. Ninette Tackmann und Catherine Auhage aus dem Vorstand des Aurallye-Vereins sowie Ralf Theede als Chef der Freiwilligen Feuerwehr und Conny Nimz als Vorsitzende der Kanugruppe entschieden über die ersten drei Plätze und gingen nach getaner Arbeit mit einem gemeinsamen Sprung in die Wilsterau regelrecht baden.

Nach den Rennen gab es im Apfelgarten der Familie Christian in Kathen eine Aftershow-Party.

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