Horst-Hahnenkamp : Willkommen in der Idylle

Freuen sich auf die Besucher, wenn sie am 16. und 17. Juni ihren Garten öffnen: Karin und Ernst Wördemann.
Freuen sich auf die Besucher, wenn sie am 16. und 17. Juni ihren Garten öffnen: Karin und Ernst Wördemann.

Karin und Ernst Wördemann beteiligen sich am landesweiten Aktionswochenende und öffnen ihren Garten am 16. und 17. Juni für Besucher.

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03. Juni 2018, 15:47 Uhr

„Die Ideen, die hat mein Mann. Er hat alles allein angelegt“, erzählt Karin Wördemann (77) stolz. Das große Lob will er aber gar nicht für sich alleine behalten. „Du hast aber immer mitgeholfen“, sagt Ernst Wördemann (81) lächelnd. Die Eheleute sind große Gartenfreunde – und wer durch den Torbogen geht, um das Idyll im Buschweg 9 in Horst-Hahnenkamp betritt, spürt diese Begeisterung.

Gerne zeigen Karin und Ernst Wördemann interessierten Gartenliebhabern, was auf 2500 Quadratmeter Fläche grünt und blüht – und zum Entspannen in kleinen Nischen einlädt. Darum beteiligen sie sich schon seit elf Jahren an der Aktion Offener Garten. Diesmal wollen sie aber ausschließlich am Wochenende 16. und 17. Juni Besucher empfangen. Diese haben von 11 bis 17 Uhr die Möglichkeit, Einblick in den abwechslungsreich gestalteten Garten zu bekommen und dabei auch Kaffee und Kuchen zu genießen.

„In der Vorbereitung sind wir ja schon. Am 16. Juni muss es top sein“, hat sich Ernst Wördemann gemeinsam mit seiner Frau vorgenommen. „Schon eine halbe Stunde bevor wir öffnen stehen die ersten Besucher hier. Und dann ist man immer nur unterwegs – Garten hoch, Garten runter“, erzählt Ernst Wördemann. Lachend fügt er hinzu: „Das hat den Vorteil, man kann gut schlafen!“ Der Garten, da ist sich auch Karin Wördemann sicher, hält beide fit. „Mein Mann hatte schon drei Mal eine schwere Herz-OP. Die Ärzte haben gesagt, ohne den Garten hätte er das nicht überlebt.“

Gern beschäftigen sich Wördemanns mit der Gestaltung ihres Gartens. „Ich bin auch den ganzen Tag im Garten, wenn es irgend geht“, sagt Ernst Wördemann. Der gelernte Maurer hat viele Besonderheiten geschaffen. Sein ganzer Stolz ist seine Werkstatt, die er im Fachwerkstil erbaute und deren Dach er begrünt hat. Aber auch auf den Wegen zu romantischen Sitzgelegenheiten, vorbei am Steingarten mit Bachlauf bis hin zum Teich gibt es Interessantes zu entdecken. Hier ein Schlüsselloch, durch das sich eine besondere Perspektive auf die Welt bietet, da eine Wäschemangel, für die Gartendeko umfunktioniert. Eine Überraschung erleben Besucher, wenn sie die Tür zu „Tante Meier“ öffnen und eine ganz besondere Sitzgelegenheit finden unter der Schirmbuche. Ungewöhnliche Hingucker sind zudem die „drei Brüder“. Ernst Wördemann gestaltete sie aus drei Eisenbahnschwellen.

Das Pflanzenangebot ist vielfältig und besonders. Zu unzähligen Stauden und Sträuchern, zu Säulenobst und Wildblumenwiese kommt noch das Gemüse – von Tomaten und Bohnen über saftige Radieschen und Mairübchen bis hin zu Kopfsalat und Wurzeln. Erstmals versucht Wördemann Auberginen zu ziehen.

Bis zum Aktionswochenende wird nun noch besonders eifrig im Garten gearbeitet. Aber mit einer besonderen Vorfreude, denn den Garten für Interessierte an einem Wochenende im Jahr zu öffnen, „macht immer wieder Spaß“.

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