zur Navigation springen

Hilfe für Flüchtlinge : Willkommen in Brunsbüttel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Willkommenskultur lebt: Ein neu gegründeter Förderverein will sich in Brunsbüttel um Flüchtlinge und Vertriebene kümmern.

„Brunsbüttel hilft!“ Der Name ist Programm. In der Schleusenstadt wurde ein Förderverein gegründet, der sich „die Förderung und Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene, die Unterstützung und Begleitung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in Brunsbüttel und Umgebung auf die Fahnen geschrieben hat. Auch um den interkulturellen Austausch und die Pflege einer Willkommenskultur für Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen, die Integration für Menschen mit ausländischen Wurzeln in die örtliche Nachbarschaft und um die Verständigung der Nachbarn mit den Flüchtlingen und Asylbewerbern will er sich kümmern. Die entsprechende Satzung wurde von den 15 Gründungsmitgliedern einstimmig verabschiedet.

Bürgermeister Stefan Mohrdieck sowie dessen Mitarbeiterin Gabriele Hoschek waren begeistert von der Resonanz, die die Einladung zur Gründungsversammlung und zu einem anschließenden „runden Tisch“ gefunden hatte. Am zweiten Teil dieser Veranstaltung nahmen über 30 Männer und Frauen teil, die sich zum großen Teil ehrenamtlich für die Ziele des Vereins einsetzen wollen, ohne Mitglied des Vereins zu sein.

Die Verabschiedung der Vereinssatzung, die Festsetzung des Mitgliedsbeitrages auf zwölf Euro pro Jahr und die Wahl des Vorstandes waren die wesentlichen Entscheidungen auf der Gründungsversammlung. Jeweils einstimmig bei eigener Enthaltung wurden Bernd Brandt zum Vorsitzenden, Dr. Kai Schwonberg zu seinem Stellvertreter, Kerstin Engel zur Kassenwartin, Christin Schrage zur Schriftführerin sowie Susanne Mann, Jochen Driesnack und Britta Rusche zu Beisitzern gewählt. Das Amt des Kassenprüfers übernahm Claus Suhr. Dem Vorstand wurde als erstes aufgetragen, die Anmeldung des Fördervereins in das Vereinsregister beim Amtsgericht zu betreiben.

Der Satzungszweck, so heißt es, soll insbesondere durch die ehrenamtliche Betreuung der Menschen sowie durch die Information von Nachbarn und Anwohnern durch öffentliche Veranstaltungen verwirklicht werden. Insbesondere geht es um die Betreuung durch die Einrichtung von Patenschaften zur Begleitung bei Behördengängen und Arztbesuchen sowie um das Aufzeigen von Wegen und Möglichkeiten zu verschiedenen Hilfsangeboten wie Sprachunterricht, Kinderbetreuung, Hausaufgabenhilfe, Spenden und die Förderung von Frauen und Männern bei der Arbeitssuche nach Wegfall eines Arbeitsverbotes.
Festgeschrieben ist in der Vereinssatzung, das alle Arbeiten ehrenamtlich geleistet und keine Aufwandsentschädigungen gezahlt werden.

Bürgermeister Mohrdieck: „Der Verein verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke, sondern ist selbstlos tätig.“ Und das nicht nur für Asylbewerber und Flüchtlinge aus der Stadt Brunsbüttel, sondern auch aus der Umgebung. So sind auch das Amt Marne-Nordsee und das Amt Burg-St. Michaelisdonn in die Vereinsarbeit und die Vermittlung von Hilfsangeboten eingebunden.

„Brunsbüttel hilft!“ wird vom Programm „Xenos – Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Ein mehrsprachiger zwölfseitiger Flyer informiert Asylbewerber und Flüchtlinge über die Willkommenskultur in Brunsbüttel.

Dort stehen gegenwärtig Flüchtlinge aus den Krisengebieten wie Syrien, Afghanistan, Irak und Iran an der Spitze der Asylbewerber. „Zurzeit betreuen wir rund 170 Asylbewerber“, teilte Gabriele Hoschek auf Anfrage mit. Der Faltprospekt mit dem Titel „Herzlich willkommen!“ informiert sie auf Deutsch, Englisch und Russisch sowie in verschiedenen arabischen Sprachen über die Hilfsangebote und nennt Kontaktadressen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen