Polizeieinsatz in Itzehoe : Will nicht ins Krankenhaus: Wildgewordener Betrunkener schlägt Retterin

In Itzehoe lag am Montagabend ein Volltrunkener auf der Straße, der nicht mehr viel konnte – außer sich zu wehren.

shz.de von
23. Januar 2018, 11:05 Uhr

Itzehoe | Am Montagabend musste eine Itzehoer Polizeistreife der Besatzung eines Rettungswagens zur Hilfe kommen. Diese hatte es mit einem volltrunkenen 24-Jährigen zu tun, der sich verbal und körperlich heftig gegen die Einlieferung in ein Krankenhaus zur Wehr setzte.

Der Mann hatte volltrunken auf der Straße geschlafen, als ihm gegen 23 Uhr die Rettungskräfte im Liethberg zu Hilfe kamen. Der Mann erwies sich auch nach dem Aufwachen als nicht mobil. Wozu er allerdings sehr wohl noch in der Lage war, war Widerstand. Er sträubte sich vehement, in ein Krankenhaus gebracht zu werden. Auch mit Unterstützung zweier Polizisten gelang sei es nicht, den Betrunkenen freiwillig zum Mitfahren zu bewegen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Er habe zu wilden Diskussionen ausgeholt, sich in Rage geredet, habe sich selbst geschlagen und den Versuch unternommen, sich mit einem Feuerzeug selbst zu verletzen.

Auch als die Anwesenden Helfer den Elmshorner schon auf die Trage gezerrt hatten, ließ der 24-Jährige nicht locker. Er schlug einer Mitarbeiterin des Rettungsdienstes ins Gesicht, so dass die Frau eine leichte Verletzung erlitt. Seine anschließenden Spuckversuche verfehlten ihr Ziel. Im Krankenhaus angekommen, wurde der Mann, dessen Blutalkoholkonzentration über zwei Promille betrug, sogleich auf die psychiatrische Station verlegt. Die Polizei schließt nicht aus, dass er über sein Handeln nicht mehr im Bilde war. Eine Anzeige wegen der Körperverletzung werde es dennoch geben.

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