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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 14:23 Uhr

„Wilde Dörfer“ beim Wildnis-Cup

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 12.Aug.2015 | 16:54 Uhr

„Die Hilfsbereitschaft hat sich gesteigert. Wir sind zu einer solidarischen Gemeinschaft geworden.“ Sehr zufrieden äußert sich Herbert Frauen, der neu gewählte zweite Vorsitzende des Wildnis-Clubs, zu den Vorbereitungen des neunten Wildnis-Cups. Und allmählich steigt bei ihm und den vielen Beteiligten der Blutdruck: Am 29. August steigt das große Kanu-Event, das schon Kult-Status erlangt hat.

Zurzeit läuft das Training der großen und kleinen Boote. Am 16. und 23. August haben die Teams noch die Möglichkeit, ihre Form zu finden. Die Teams mit 10er-Kanus treten in einer eigenen Kategorie an und tragen Namen wie die „Wilden Dörfer“ oder die „Wilden Alten“ (Gesamtjahreszahl 600). Beim Wildnis-Cup absolvieren sie sieben Kilometer auf dem Rhin vom Startpunkt bei Ulf Ostermann – der Kanuverleiher stellt den Großteil der Boote – bis zur Hühnerbrücke und zurück. Die anderen Mannschaften starten in kleineren Booten, fahren aber nur bis zum „Poppenhuus“. Dort sind zusätzlich Lauf- und Radstrecken zu bewältigen – ein Triathlon, der es in sich hat.

Begleitet werden die Kanuten von einer Riesenschar an Zuschauern. Entlang der Rennstrecke hat sich in den Jahren eine Atmosphäre entwickelt, die ihresgleichen sucht. Jedes Boot wird angefeuert. Allerdings verzeichnet der Vorstand des Wildnis-Clubs einen Rückgang der Teilnehmerzahlen. Im vergangenen Jahr paddelten noch etwa 400 Menschen über die Strecken, dieses Mal sind es nur etwa 300. Herbert Frauen, der in diesem Jahr zum ersten Mal zum Organisations-Team gehört, wertet das als Zeitgeist oder auch als Unsicherheit, ob der Cup überhaupt stattfindet. „Für uns als Neulinge ist das aber nicht verkehrt, dadurch verhindern wir gleich den totalen Stress.“

Prinzipiell wird sich am gesamten und gewohnten Ablauf nichts ändern. Mit dem Unterschied, dass Maren Haijenga und ihr Team vom „Poppenhuus“ das Catering übernommen haben. Am mittlerweile aufgeräumten und hergerichteten Startplatz bei den Alten Marinehallen in Glückstadt, am „Poppenhuus“ und an der Hühnerbrücke in der Engelbrechtschen Wildnis stehen Verkaufswagen. Dort können sich die Fans kostengünstig verköstigen. Auch die Parkplatz-Situation (Herzhorns männliche B-Jugend betätigt sich als Einweiser) hat sich entschärft; außerdem stehen ausreichend Toiletten bereit.

„Die Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden ist reibungslos; alle sind uns weitestgehend aufgeschlossen entgegen gekommen“, betont Herbert Frauen. Ein Shuttle-Service vom Startplatz an den Alten Marinehallen bis zum Poppenhuus wird eingerichtet. Die Glückstädter Werkstätten stellen dafür den Bus. Allen Beteiligten gilt darum der Dank des Veranstalters. Hohe Präzision ist am Starttag – traditionell der letzte Sonnabend in den Sommerferien – gefordert: Fast 50 Starts sind zu koordinieren. Ab 8 Uhr beginnt das Spektakel, gegen 16 Uhr enden die Rennen.

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