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Wildnis-Club : Wieder Wildnis-Cup-Boot gestohlen

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Diebe hinterließen einen Spaten im Glückstädter Boot/ Vorstandsmitglieder vom Wildnis-Club sind sauer

Ingo Mühle und Kay Behrens sind sauer – richtig wütend sogar. Und das mit Grund: Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen haben Unbekannte einen der großen 10er-Canadier des Wildnis-Clubs vom Liegeplatz am Rhin vor den ehemaligen Marinehallen entwendet. „Vor zwei Wochen ist das Boot losgemacht worden. Wir haben es dann bei Aldi am Rhin im Schilf wiedergefunden“, berichtet Club-Vorsitzender Ingo Mühle.

Aber dieses Mal – in der Nacht von Montag auf Dienstag – haben die Übeltäter schlimmeren Schaden verursacht. Die Persenning – eine maßangefertigte Abdeckung – wurde mit Gewalt losgerissen. Das Boot ist rundherum heftig zerkratzt. Auch an den Sitzbänken finden sich Spuren roher Gewalt. „Die müssen irgendwo einen Spaten entwendet haben, um den als Paddel zu benutzen“, erklärt Club-Vizechef Kay Behrens. Der Spaten liegt immer noch im Boot. „Vielleicht findet sich ja der Eigentümer“, hofft Kay Behrens.

Seine Befürchtung, mit dem Gartengerät könnte eventuell der Boden zerstört worden sein, bewahrheitete sich zum Glück nicht. Aber der von Behrens liebevoll in vielen Stunden aufgearbeitete Canadier präsentiert sich verschlammt, zerkratzt, teilweise mit Dellen an der Bordwand; überall liegen Maiskörner und Brötchenkrümel sowie auch ein Lampenschirm.

Am Dienstag informierten Anlieger die Polizei über das Verschwinden des Canadiers. Die Beamten setzten sich mit Ingo Mühle in Verbindung. Schließlich fanden sie das Boot am Kremper Rhin bei der Herzhorner Brücke. Sofort praktizierten Ulf Ostermann und Heinz Grüttner nachbarschaftliche Hilfe, indem sie das Boot zum Heimat-Liegeplatz zurück schleppten.

Nach Begutachtung schätzt Kay Behrens den Schaden auf etwa 1000 Euro. Ob die Versicherung zahlt, muss noch geklärt werden. Das Wichtigste aber: Der Canadier kann weiter für Training und Wettkampf um den Wildnis-Cup am 23. August eingesetzt werden. „Wenn das nicht möglich gewesen wäre, hätten wir sogar den Cup absagen müssen. Und das ist für mich kein Dumme-Jungen-Streich mehr“, schimpft Ingo Mühle: „Jetzt fahren die Teilnehmer in einem zerkratzten und nicht mehr schönen Boot.“ Wer eventuell Hinweise auf die Zweckentfremdung – so der polizeiliche Ausdruck - geben kann, sollte sich mit dem Wildnis-Club in Verbindung setzen. Für ihre Canadier – da sind sich Ingo Mühle und Kay Behrens sicher – werden jetzt Sicherungsmaßnahmen eingebaut.

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