zur Navigation springen

Flüchtlinge in Itzehoe : Wie und wo man helfen kann

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Möbel, Kleider, Fahrräder: An zahlreichen Punkten in Itzehoe werden Sachspenden für Flüchtlinge gesammelt und Ehrenamtler gesucht.

von
erstellt am 13.Okt.2015 | 05:03 Uhr

500 Flüchtlinge wohnen bereits fest in Itzehoe, weitere 1000 sind in der Notunterkunft untergebracht. Helfende Hände werden an vielen Stellen benötigt. Unsere Zeitung hat die wichtigsten Anlaufstellen zusammengestellt, an denen Sachspenden angenommen oder ehrenamtliche Helfer benötigt werden. Achtung: Teilweise bestehen spezielle Bedürfnisse, nicht überall wird alles gebraucht.

Erste Ansprechpartnerin rund um Flüchtlinge in Itzehoe ist die Flüchtlingsbeauftragte der Stadt, Renate Wittern. Sie hilft unter anderem dabei, Wohnungen für Neuankömmlinge einzurichten. Wer Möbel oder elektrische Geräte wie Kühlschränke oder Fernseher abzugeben hat, kann sich direkt an die 75-Jährige wenden. Ganz oben auf ihrer Liste stehen Drahtesel. „Über 50 Menschen haben Bedarf auf ein Fahrrad angemeldet und sind auf meiner Warteliste vermerkt.“ Die Flüchtlingsbeauftragte ist telefonisch unter 04821/603-240 oder persönlich in ihrem Büro im Rathaus zu erreichen.

In der Notunterkunft auf dem Prinovis-Gelände werden keine Kleiderspenden entgegengenommen. Dafür steht die zentrale Sammelstelle des DRK zur Verfügung (siehe unten). Angenommen werden jedoch Spielsachen für Kinder, Roller oder kleine Fahrräder. „Alle Sachen sollten natürlich in einem guten Zustand und voll funktionsfähig sein“, sagt Camp-Leiter Lars Bessel. „Außerdem haben wir dringenden Bedarf an Hygiene-Artikeln und neu gekaufter Unterwäsche.“ Die Sachspenden können an der Pförtner-Loge in der Störfischerstraße abgegeben werden.

Auch ehrenamtliche Helfer sind in der Notunterkunft willkommen. Wer mit anpacken möchte schreibt eine Mail an itzehoe@johanniter.de oder ein Fax an 04821/2639 mit Namen, Adresse, Telefonnummer, seinen Qualifikationen und in welchen Zeiten er zur Verfügung stehen könnte.

Kleiderspenden für die Flüchtlinge in den Notunterkünften in Itzehoe und Kellinghusen nimmt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) entgegen. Besonders gebraucht wird Herrenmode in kleinen Größen, Winterjacken und Schuhe. Die zentrale Annahmestelle in der Dorfstraße 27 in Kremperheide ist dienstags und mittwochs von 9 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Annahmestellen sind im DRK-Shop in der Viktoriastraße 10 in Itzehoe (montags bis freitags 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr) und beim DRK-Kreisverband in der Bahnhofstraße 11 (montags bis donnerstags 8 bis 15 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr).

Zum Sortieren der Kleiderspenden sucht das DRK ehrenamtliche Helfer. Wer Interesse hat, meldet sich unter 04821/6790-14.

Ganz ähnlich sind die Bedarfe im Stöberstübchen in der Sandstraße 11 in Wellenkamp. „Wir brauchen überwiegend Kleider in kleinen Größen für junge Männer“, sagt Mitarbeiterin Astrid Menzel. Weiter können Bettwäsche, Handtücher, Decken, Schuhe, Unterwäsche und kleine Haushaltsgeräte wie Bügeleisen oder Kaffeemaschinen abgegeben werden. Im Stöberstübchen haben Bedürftige die Möglichkeit, sich kostenlos mit Kleidern einzudecken. Es wird von Ehrenamtlern aus der Kirchengemeinde Wellenkamp betrieben. Geöffnet ist montags von 15 bis 17 Uhr. Fragen beantwortet das Gemeindebüro unter 04821/82284.

Die Awo nimmt in ihrem Sozialkaufhaus in der Stiftstraße Möbel, Haushaltsgeräte, Spielsachen und Kleider an. „Besonderen Bedarf haben wir an Waschmaschinen und Kühlschränken“, sagt Mitarbeiterin Marion Hoffmann. Die Sachspenden werden entweder zu fairen Preisen im Sozialkaufhaus an Bedürftige verkauft oder zur Einrichtung von Wohnungen für Flüchtlinge verwendet. Abgegeben werden können auch alte Fahrräder, die von den Mitarbeitern aufgearbeitet und repariert werden. Annahme- und Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 8 bis 17 Uhr, freitags 8 bis 12 Uhr. Die Sachspenden können auf Anfrage bei den Spendern abgeholt werden: 04821/892667.

Das Regionale Berufsbildungszentrum (RBZ), Juliengardeweg 9, nimmt für die Fahrradwerkstatt immer vormittags Fahrräder am Haus Göteborg entgegen. Geldspenden für Ersatzteile seien immer willkommen, sagt Reinhold Wenzlaff vom RBZ. „Und wir haben ja über 150 Schüler, die eine Daz-Klasse (Deutsch als Zweitsprache) besuchen und von Ehrenamtlern betreut werden. Denen wollen wir gern eine kleine Aufwandsentschädigung zahlen, denn das kann man nicht alles nur ehrenamtlich leisten.“

Fahrräder werden auch im evangelische Familienzentrum Sude-West, Schauenburger Straße 33 gesucht und repariert. „In unserer Fahrrad-Werkstatt arbeiten Flüchtlinge gemeinsam mit zwei Ehrenamtlern“, sagt Leiterin Benita von Sass-Hasselblatt. Drahtesel können mittwochs von 14 bis 17 Uhr und freitags von 11 bis 13 Uhr abgegeben werden. Die Leiterin bittet darum, ausschließlich Fahrräder und keine Kleiderspenden abzugeben.

Auch im Familienzentrum werden Ehrenamtler gesucht: „Viele Flüchtlinge kommen zu uns und suchen einfach Kontakte. Wir brauchen dringend Sprachpaten und Begleiter, die sich mit den Flüchtlingen unterhalten, mal einen Spaziergang machen oder mit ihnen einkaufen gehen“, so Benita Sass-Hasselblatt. Interessenten können sich im Café I-Punkt melden, das immer mittwochs von 15 bis 18 Uhr als Treffpunkt für Flüchtlinge und Einheimische im evangelischen Familienzentrum stattfindet.

Die Migrationsberatung der Caritas nimmt keine Sachspenden entgegen. „Allerdings kann man uns gerne seine Zeit spenden“, sagt Franziska Korn. „Wir suchen ehrenamtliche Sprach- und Integrationspaten.“ Wer Interesse hat, meldet sich unter 04821/407846 oder direkt in der Beratungsstelle am Coriansberg 20.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen