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Bürgerengagement : Wie Krempe das Ehrenamt stärken will

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ausweise für Ehrenamtliche und Vergünstigungen in städtischen Einrichtungen - das sind zwei Ideen, wie Kremper mehr Menschen für ein Ehrenamt begeistern wollen.

Ohne engagierte Ehrenamtler würden viele Vereine und Organisationen nicht funktionieren. Doch Nachwuchs zu rekrutieren, der sich ohne finanzielle Entschädigung für die Allgemeinheit einsetzt, ist nicht einfach. Umso wichtiger ist es, die vorhandenen Ehrenamtler zu halten und ihnen zu zeigen, dass die Gesellschaft ihren Aufwand wertschätzt.

In Krempe hatte sich die örtliche Bürgergemeinschaft (BGK) in der jüngsten Kulturausschusssitzung des Themas angenommen und angeregt, Maßnahmen auf den Weg zu bringen, die das Ehrenamt in der kleinen Marschenstadt stärken sollen. Nun trafen sich rund zwei Dutzend Vertreter von Vereinen und Verbänden im Sitzungssaal des Rathauses, um die Vorschläge zu diskutieren. Bürgermeister Volker Haack (BGK) zeigte sich erfreut, „dass so viele gekommen sind“. Er selbst habe gar nicht damit gerechnet.

Zum Glück gebe es noch „recht viele Vereine in Krempe – und viele Ehrenamtliche“, fasste Haack die aktuelle Situation zusammen. Das bestehende Freizeitangebot sei für die kleine Stadt „sehr wichtig“ und müsse aufrechterhalten werden. Gleichzeitig forderte er die Bürger auf, nicht nur zu konsumieren, sondern das Vereinsleben aktiv mit zu gestalten. Die Stadt habe zwar wenig Geld, unterstütze die Aktivitäten der Vereine aber, wo es ihr möglich sei.

So habe man mit dem Haus der Krempermarsch erst vor kurzem einen Sitz für etliche Vereine geschaffen und notwendige Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Auch die Neubürger- und Vereinsmesse im vergangenen Jahr sei unter dem Aspekt der Vereinsunterstützung zu sehen.

Wie kann man Ehrenamtler fördern und neue gewinnen? Dies ist aus Sicht Haacks die zentrale Frage. Die BGK hat drei Ideen entwickelt, die der Bürgermeister den Vereinsvertretern im Rathaus vorstellte. Zum einen sei ein durch die Stadt ausgestelltes Zertifikat für langjährige Ehrenamtler angedacht. Dies könne dann beispielsweise einer Bewerbung beigefügt werden.

Außerdem in der Diskussion: Ein regelmäßiger Tag des Ehrenamts sowie ein Ehrenamtsausweis, der beispielsweise zu einem vergünstigten Eintritt in städtischen Einrichtungen berechtigen könnte.

Hannelore Kühlke vom TuS Krempe sprach von „total guten Ansätzen“. Volker Nottelmann forderte, man solle die Ideen einfach einmal ausprobieren. Wenn sich etwas als unwirksam erweisen sollte, könne man immer noch nachbessern.

Vize-Bürgermeister Gerd Kilbienski (Freie Wähler Krempe) zweifelte hingegen die Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen an. Wobei Lothar Schramm betonte, dass man jederzeit für weitere Anregungen offen sei. Gildeältermann Wolfgang Dörner forderte die Politik auf, bei der Umsetzung der Ideen jemanden zu bestimmen, der das Projekt im Auge behält. Sonst könne es passieren, dass der Kulturausschuss Anfang 2015 Dinge beschließe, die ein paar Monate später schon mehr oder minder wieder vergessen seien.


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erstellt am 22.Nov.2014 | 07:24 Uhr

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