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Wie Brokdorf Flüchtlinge ins Dorfleben integrieren will

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Politiker beraten über Schnupperangebote für Asylbewerber

shz.de von
erstellt am 20.Jan.2016 | 14:33 Uhr

In Brokdorf werden zurzeit zehn Flüchtlinge betreut, vorwiegend aus Afghanistan. Dabei handelt es sich um ein Ehepaar mit drei Kindern und der Großmutter, ein weiteres Ehepaar sowie zwei Geschwister im Alter von 20 und 21 Jahren. Diese Zahlen nannte der Vorsitzende des Sozial- und Sportausschusses, Olaf Stahl, auf der jüngsten Sitzung im Haus der Vereine. Nun gehe es darum, diese Asylbewerber in die Dorfgemeinschaft zu integrieren und sie darüber zu informieren, welche Angebote sie in der Elbgemeinde nutzen könnten.

So regten sowohl Olaf Stahl und Bürgermeisterin Elke Göttsche als auch Manfred Sallach, der Wohnraum für Migranten zur Verfügung gestellt hat, an, den ausländischen Gäste kostenlose „Schnupperangebote“ für die Eishalle und nach Saisonbeginn auch für das Freibad sowie für den Kraftraum in der Sporthalle zur Verfügung zu stellen. Hier seien auch kostenlose Schwimmkurse denkbar. Andererseits warnte der Gemeindevertreter Mirco Block vor der Gefahr, durch kostenlose Angebote an die Asylbewerber ein soziales Ungleichgewicht zu den Arbeitslosen und Hartz-IV-Beziehern in der Gemeinde zu schüren.

Eine große Aufgabe sah Olaf Stahl darüber hinaus darin, die neuen Mitbürger in Beschäftigung zu bringen. Ganz oben angesiedelt seien dabei Sprachkurse, um die deutsche Sprache zu erlernen. Hier verwies Stahl auf 16 Klassen am Regionalen Bildungszentrum (RBZ) in Itzehoe für Migranten bis zu 25 Jahren, sondern auch auf freiwillige Kurse in Brokdorf für alle Asylbewerber. Hier habe sich Regina Peters, unterstützt von Manfred Eisner, bereit erklärt, Deutschunterricht zu erteilen. Der erste Kursus beginne in diesen Tagen im Haus der Vereine. Kurse würden, wie Pastor Eckart Grulke ergänzte, auch in St. Margarethen angeboten. Gut angenommen werde auch das „internationale Café“ immer freitags von 16 bis 18 Uhr im Dolling-Huus. Hier kämen immer so um die 25 Menschen, um bei Kaffee, Kuchen und Tee bei Gesellschaftsspielen zueinander zu finden und mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen. „Es ist immer ein lustiges Miteinander!“ stellte Manfred Sallach fest.

Der Sozialausschuss war sich einig, dass sich in Brokdorf die örtlichen Vereine für die Asylbewerber öffnen sollten. Das betreffe den Sport- und den Boßelverein ebenso wie die Pfadfinder, die Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr. Dabei seien noch Versicherungsfragen zu klären.

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